Die aktuelle Print-Ausgabe
als PDF-Download
Die EL AVISO Printausgabe liegt an über hundert Verteilerstellen auf ganz Mallorca gratis aus und hat eine Reichweite von mehr als 100.000 Lesern im Monat. Hier können Sie die aktuelle Ausgabe auch als PDF auf Ihren Computer laden. Die Zeitung ist wegen der Speichergröße in fünf Dokumente aufgeteilt (je zwischen 1,5 und 9 Mb).
Quallenplage statt Badespaß?
Jedes Jahr kommen sie früher: Die Quallenschwärme werden zu einem echten Problem im Mittelmeer, und ganz besonders auf den Inseln. Während die Nesseltiere früher nur gelegentlich in den Sommermonaten badefreudige Strandurlauber vergraulten, werden sie dieses Jahr schon im Winter an die Küsten der Balearen geschwemmt. Diesen Sommer droht daher eine regelrechte Plage.
Eigene Amtssprache für jede Insel
Jetzt ist es offiziell: Carlos Delgado will der nächste Balearenpräsident werden. Um das zu erreichen, bringt sich der PP-Bürgermeister von Calvià daher mit allen Mitteln ins Gespräch – je populistischer, je besser. Auf der eigens eingerichteten Internetseite www. porbalear.com verlangt der Politiker jetzt die Änderung des Autonomiestatuts der Inseln, das bisher Katalan und Castellano als gleichberechtigte offizielle Sprachen der Balearen nennt. Geht es nach dem Willen Delgados, soll es statt des Katalans in Zukunft gleich drei Amtssprachen geben: Mallorquin, Menorquin und Ibicenco.
"Dann gibt es hier Krieg!"
Wer in Palmas Zigeunerviertel Son Banya Drogen kaufen will, muss nicht lange suchen: “Koks gibt es immer in dem Haus, an dem die Laterne brennt”, erklärt ein deutscher Stammkunde den Weg. Doch damit soll bald Schluss sein: “Es kann nicht sein, dass in Son Banya eine Wallfahrtstätte für Drogenhandel mit Mitteln der öffentlichen Verwaltung subventioniert wird”, so Palmas stellvertretender Bürgermeister Eberhard Grosske (BLOC).
5.000 neue Wohnungen
Die Situation auf Mallorcas Immobilienmarkt ist paradox: Auf der einen Seite stehen immer mehr Wohnungen leer, auf der anderen Seite ist es für Normalverdiener schier unmöglich geworden, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Warum? Noch vor wenigen Jahren war der Bausektor voll ausgelastet, die Nachfrage schien ungebremst. Doch viele Käufer erwarben Immobilien nicht zum Eigengebrauch, sondern als Spekulationsobjekte mit hohen Gewinnerwartungen. Die Preise stiegen immer weiter. Für eine kleine Wohnung in Mallorcas Südwesten fordern die Eigentümer heute oft Mietpreise von bis zu 1.800 Euro und Kaufpreise von über 400.000 Euro, für junge Menschen, Familien oder gar Alleinerziehende sind solche Summen kaum bezahlbar.
Mietwagen: Vergleichen lohnt sich
Wer Mallorca wirklich kennen lernen will, der kommt in seinem Insel-Urlaub um einen Mietwagen nicht herum. Pro Jahr mieten sich deshalb unglaubliche 1,6 Millionen Deutsche ein Auto, um die landschaftlichen Schönheiten der Insel zu erkunden. Doch spätestens bei der Ankunft am Flughafen von Palma steht der Urlauber vor der Qual der Wahl: Welche der unzähligen Auto-Vermietungen ist wohl die beste, und welche die günstigste? Das Reisemagazin Urlaub Perfekt hat die acht größten Mietwagenanbieter Mallorcas getestet. Dabei wurden die Tarife und Versicherungsleistungen ebenso bewertet wie der Service bei Abholung und Rückgabe. Außerdem prüfte ein Kfz-Meister die Ausrüstung und Fahrtüchtigkeit der Wagen.
Callboys & Koks auf Staatskosten
Offiziell war er konservativer Vorzeigepolitiker, inoffiziell veruntreute er öffentliche Gelder in Bordellen: Javier Rodrigo de Santos, Politiker der Partido Popular (PP), ehemals zweiter Bürgermeister von Palma und Bauamtsleiter, hat für den ersten großen Politskandal des Jahres gesorgt. Über 50.000 Euro soll De Santos für Sex und Kokain mit einer Kreditkarte der Stadtverwaltung bezahlt haben.
Sind Insulaner glücklicher?
Viel Sonne, lange Sandstrände vor der Haustür und allgemeiner Wohlstand sollten auf Mallorca eigentlich für absolute Glückseligkeit sorgen. Doch eine Studie über die Zufriedenheit der Menschen in Spanien kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Die Menschen auf den Balearen sind nur “mittelmässig zufrieden”. Die Inselbewohner sind zwar wesentlich glücklicher als Menschen aus Madrid, Murcia und Asturien, aber überraschenderweise weit weniger zufrieden als Bewohner der Extremadura, Kataloniens oder des Baskenlandes. Auf der nationalen Glücksskala liegen sie im Mittelfeld – trotz des Wohlstands.
Lions Club hilft Senioren
Die Krankheit traf Klaus M. über Nacht: Der Rentner litt eines Morgens plötzlich unter einer merkwürdigen Muskelschwäche. Er konnte nicht mehr alleine aufstehen, brauchte medizinische Betreuung, das Leben wurde plötzlich teuer. Doch da der Rentner in Spanien nicht offiziell gemeldet war, erhielt er in den ersten Wochen keine staatliche Hilfe. Niemand kümmerte sich um ihn.
EL AVISO-Spendenaktion:
Frische Luft im Altersheim
Die drei deutschen Unternehmer Lutz Minkner, Eigentümer des Immobilienunternehmens Minkner & Partner, Horst Wolther von Isotherm und Dr. Martin Maul, EL AVISO-Herausgeber, haben der Gemeinde Esporles ein modernes Luftwäschegerät gespendet. Die feierliche Übergabe an den Bürgermeister Miquel Ensenyat erfolgte am 26. Februar in der Altentagesstätte (“Centro de Dia”) von Esporles.
Palmas Polizei: Kassieren statt helfen
Die Anruferin war verzweifelt: “Ich werde von zwei Männern bedroht, die treten immer wieder gegen meine Haustür, bitte kommen Sie schnell”. Bis die Beamten vor Ort eintrafen, vergingen trotz der Gefahr exakt 44 Minuten. Dass der Frau nichts passiert ist, verdankt sie allein dem mutigen Einsatz zweier Nachbarn, die ihr zur Hilfe eilten. Wesentlich schneller reagiert Palmas Polizei, wenn man mal eben im Parkverbot anhält – die Knöllchenvergabe erfolgt in solchen Fällen meist in Rekordzeit. Vor allem in der Innenstadt scheint hinter jeder Ecke schon eine Politesse mit gezücktem Block zu lauern. Im Jahr 2006 konnte das Rathaus so über sieben Millionen Euro einstreichen. Tendenz steigend.
Sextourismus auf Mallorca
Wer bei Google nach einschlägigen Internetangeboten zum Thema Mallorca sucht, der kommt ob der Ergebnisse leicht ins Staunen: Von den Seiten diverser Etablissements über “nackte Teens am Ballermann” bis hin zu einem Erotik-Inselführer ist alles nur Vorstellbare (und Unvorstellbare) zum Thema Sex auf Mallorca zu finden. Schon von Deutschland aus einen Termin für die erotische Feriengestaltung mit dem Mädchen seiner Wahl abzumachen, ist zu Zeiten des World Wide Web kein Problem mehr. Die Prostitution ist dank des Tourimus zu einem einträglichen Geschäft geworden. Nach Schätzungen von Experten werden allein auf den Balearen Einnahmen zwischen 300 und 400 Millionen Euro pro Jahr erzielt.
Ostern: Klirrende Ketten
Ein bärtiger Jesus schleppt sich und das Kreuz die Treppen hinauf, während ein römischer Soldat ihn von hinten mit der Lanze stößt: Die Leidensstationen Christi auf dem Kreuzweg kann man in Palma schon beinahe eine Spur zu real miterleben.
Kathedrale: Feuerwerk
zerstört Fenster
Das Feuerwerk zu Ehren von Palmas Schutzheilgen San Sebastian hat auch dieses Jahr wieder größere Schäden an der Kathedrale verursacht: Zahlreiche Glasteile haben sich aus dem großen Rosettenfenster gelöst. Die Scherben wurden im Altarraum aufgefunden. Der Dekan der Kathedrale, der bereits unmittelbar nach dem Feuerwerk die massive Übertretung des vereinbarten Geräuschpegels moniert hatte, will von nun an keinerlei vergleichbaren Veranstaltungen in der Nähe der Kirche erlauben. Das denkmalgeschützte Bauwerk leidet vor allem unter den von lauten Böllern ausgelösten Vibrationen.
Hahnenkämpe in Ariany
Die Polizei hat im Dorf Ariany eine professionelle Arena für Hahnenkämpfe geschlossen. In einer Fabrikhalle hatten die Betreiber der illegalen Wettkämpfe neben einer Bar eine Manege für 120 Personen errichtet, in der an Wochenenden die verbotenen Kämpfe ausgetragen wurden. Die Einnahmen aus den Wetten, die auf die Tiere abgeschlossen wurden, beliefen sich jede Woche auf circa 24.000 Euro.
Minister: Ausländer schuld an Verkehrstoten
Trotz neuer Autobahnen und der Einführung des Punkteführerscheines ist die Zahl der Verkehrstoten auf Mallorca im Vergleich zum Vorjahr nicht zurückgegangen, sondern wieder leicht angestiegen: 85 Menschen sind 2007 auf der Insel bei Autounfällen gestorben. Ein großer Teil der tödlichen Unfälle ereignete sich auf den Autobahnen und Schnellstrassen der Insel.
Im Paddelboot nach Ibiza
Die teure Anschaffung zweier mobiler Radaranlagen zum Aufspüren von Flüchtlingsbooten entpuppt sich als billige Effekthascherei: Keines der beiden Boote, die Anfang Januar in der Cala Santanyi und beim Cap de Ses Salines anlandeten, konnte vorher von den Radarstationen geortet werden. Den 19 Männern, die mit dem ersten Boot des Jahres ankamen, wurde lediglich der Zufall zum Verhängnis: Ein Polizist der Guardia Civil war am frühen Morgen des 9. Januar auf dem Weg zur Arbeit, als ihm eine Gruppe ausländischer Männer mit Rucksäcken auffiel, die am Straßenrand unterwegs waren. Da sie sich auf Nachfrage hin nicht ausweisen konnten, schöpfte der Mann Verdacht und alarmierte seine Kollegen. Die Polizei konnte die Flüchtlinge schließlich am Busbahnhof von Llucmajor festnehmen, von wo aus die Männer nach Palma weiterfahren wollten.
Immer weniger Mandelbäume
Nicht umsonst ist “Mallorca zur Mandelblüte” einer der Reiseschlager für Urlauber aus ganz Europa: Wenn sich ganze Teppiche von wohlriechenden, weiß bis zartrosa Blütenträumen über die Insel ziehen, ist der kalte Winter im Norden schnell vergessen. Doch die märchenhafte Kulisse für Reisen von Ende Januar bis Ende Februar ist in Gefahr. Der Klimawandel kann nicht nur für die Ernte, sondern auch die Bäume selbst fatale Folgen haben. Denn der trockene Winter und die warmen Temperaturen im Januar führen zu einer beschleunigten Blüte der Bäume.
Bier & Tapas werden teurer
Die Zeiten, in denen man auf Mallorca umgerechnet 80 Cent für eine Tasse Kaffee gezahlt hat, sind lange vorbei. An rasante Preisteigerungen hat man sich seit der Euro-Einführung gewöhnt. Doch dieses Jahr kommt es noch schlimmer: Die Preise in Bars und Restaurants werden laut Auskunft des Vorsitzenden des spanischen Restaurant- und Gaststättenverbandes FEHR José Luis Guerra im Laufe des Jahres um fünf Prozent ansteigen.
Fragwürdiges Feuerwerk
Die Vergabe des Feuerwerks an ein gerade mal 24 Stunden altes Unternehmen wirft viele Fragen auf. Gleich zwei Regierungsparteien stehen unter Korruptionsverdacht.Dass die Feierlichkeiten zu San Sebastian nicht jedermann gefallen haben, ist Geschmackssache. Unbestreitbare Tatsache bleibt aber, dass die viereinhalbstündige Abschlussveranstaltung über 365.000 Euro gekostet hat – circa 1.300 Euro pro Minute also. Auch dieser etwas lockere Umgang mit unseren Steuergeldern wäre zu verschmerzen, wären jetzt nicht pikante Details über die Auftragsvergabe für die Organisation der Feierlichkeiten bekannt geworden.
Lust auf Landleben
Saubere Luft, idyllische Ruhe und schöne Natur: Die Lebensqualität auf dem Land ist einfach besser. Das merken auch die Inselbewohner. Der Trend zur “Stadtflucht” geht ungebremst weiter. Während 1998 noch mehr als die Hälfte der Inselbewohner in der Hauptstadt lebte (319.000 Einwohner in Palma, 318.000 auf der restlichen Insel), hat sich die Verteilung nur neun Jahre später deutlich umgekehrt. Heute zählt Palma zwar bereits 380.000 Einwohner, doch auf dem Land und in den kleineren Städten leben mittlerweile über 430.000 Menschen.
Bahn zum Flughafen wird gebaut
Eingleisig, zweigleisig, am Meer entlang oder doch in der dritten Linie – zwar bestehen noch Zweifel über die Details, aber das Projekt ist grundsätzlich beschlossen: Die Straßenbahn von Palma nach Arenal wird gebaut. Die neue Tram fährt von der Plaza España über die Avenidas bis an den Paseo Maritimo. Von dort geht es über Es Molinar, Coll d’en Rabassa und Can Pastilla bist zum Flughafen. Ab Can Pastilla soll die Straßenbahn außerdem die ganze Playa de Palma am Meer entlang bis an den Hafen von El Arenal fahren.
50 prozent Analphabeten
Die Hände tief in den Hosentaschen vergraben, starrt der junge Mann auf den Monitor mit den Ankunftszeiten, linst dann verstohlen herüber und nimmt schließlich allen Mut zusammen: “Wann landet denn die Maschine aus Madrid?” – “Aber da oben steht es doch: Die ist seit einer halben Stunde da!” – “Achja, stimmt. Danke.” Der Mann kann nicht lesen, und er ist leider nicht der einzige.
Mallorquiner zuerst...
Der neue Mann an der Spitze der nationalistischen Union Mallorquina ist Hobbypilot und ein echter Siegertyp: Bevorzugt gewinnt Miquel Nadal hochdotierte Wettflüge dann, wenn der erste Preis von der Institution gestiftet wurde, der er selbst vorsitzt. Die Vitrine mit den Pokalen in seinem Büro ist voll. Aber das ist eine andere Geschichte.
Stadtfest:
Schutzpatron der Schwulen
Konzerte, Grillfest und Feuerwerk – Palma feiert wie jedes Jahr am 20. Januar das Fest zu Ehren seines Schutzheiligen San Sebastian. Aber wer war eigentlich der Mann, der da gefeiert wird? Tatsächlich sind über das wahre Leben des Heiligen Sebastian nur Legenden überliefert.
Küstenschutz: 700 Bauten droht der Abriss
Geht es nach dem Umweltministerium in Madrid, werden auf Mallorca über 700 Bauten in erster Küstenlinie der Abrissbirne zum Opfer fallen. Neben zahlreichen kleinen Gebäuden wie Boots- oder Sommerhäusern, Strandbars und Schwimmbädern, sind auch ganze Hotels von der Küstensäuberung betroffen. Unter anderem das Hotel Don Pedro in Cala Sant Vincenç und ein Hotel in der Cala Fonoll in Puerto de Andratx.
Schnelle Vermehrung
Dem Tramuntanagebirge droht eine bisher einzigartige Schweineplage. Bei den neuen Bergbewohnern handelt es sich nicht um Wildtiere, sondern um in der Gegend von Estellencs entwischte Hausschweine, die sich in der freien Natur der Insel so wohl fühlen, dass sie sich explosionsartig vermehren.
87 Euro pro Kopf
Der aus unseren Steuergeldern finanzierte lokale Fernsehsender IB3 steht immer mehr in der Kritik. Seitdem auf Anordnung der neuen linksnationalen Regierung nun alle Sendungen ausschließlich auf Katalan gesendet werden, hat der Kanal einen erdrutschartigen Einbruch bei den Zuschauerzahlen erfahren.
Korruption: 46 Politiker unter Verdacht
Unterlassung, Korruption im Bauwesen, Misswirtschaft, Missbrauch von Steuergeldern... Die Liste der Anklagepunkte, die gegen balearische Politiker vorliegt, ist lang. Noch länger allerdings ist die Liste der Angeklagten: 46 Politiker aller Parteien sind momentan in gerichtliche Untersuchungen verwickelt.
Kein Sand am Strand...
Nach den starken Regenfällen im September und Oktober sind viele Strände nicht wieder zu erkennen: Die ablaufenden Wassermassen haben große Mengen Sand ins Meer gespült. Spaniens Umweltministerium in Madrid will deswegen so schnell wie möglich Maßnahmen zum Erhalt der feinsandigen Meeresufer umsetzen.
...und das Meer ist leer
Die Farbe Rot ist nicht unbedingt die erste Assoziation, wenn man an die Unterwasserwelt der Balearen denkt. Doch gerade zwei rote Spezies finden sich um die Insel in besonders großer Dichte. Oder besser gesagt befanden sie sich dort, denn wie viele Meeresbewohner und -pflanzen sind auch sie akut vom Aussterben bedroht: Die Rede ist von den roten Korallen und dem roten Tunfisch.
Grosse Worte, wenig Geld
Bescheidenheit ist seine Sache nicht: “Avantgardistisch, innovativ und qualitativ” – so soll die Playa de Palma laut Vorstellung des spanischen Ministerpräsident José Luis Zapatero (PSOE) nach ihrer Umgestaltung werden. Dafür stellt die Zentralregierung in Madrid für 2008 eine Million Euro zur Verfügung. Eine weitere Million will die Balearenregierung im kommenden Jahr in das Prestige-Projekt investieren.
Mit Mutti nach Sizilien
Dolça Mulet, die Inselrätin für Sport und soziokulturelle Förderung, kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus: Die UM-Politikerin, die unter Maria Antonia Munar in der vergangenen Legislaturperiode das Kulturressort leitete, muss sich jetzt für eine fragwürdige Reise verantworten, die von der nationalistischen Union Mallorquina aus öffentlichen Geldern finanziert wurde.
Armut trotz Arbeit
Wenn Josefina C. mit ihrer vierjährigen Tochter in der Bäckerei steht und die kleine Suzanna ihre Mutter mit leuchtenden Augen um ein Gebäckstück bittet, hat sie sofort einen Kloß im Hals. 1,60 Euro für eine Napolitana, das kann Josefina C. sich nicht leisten. Nicht mit den 820 Euro, die sie monatlich verdient. Nicht bei der 480 Euro teuren Miete für die Zwei-Zimmer-Wohnung, in der sie mit ihren beiden Kindern lebt.
Mönche gegen Hospital
Mallorca braucht dringend Ersatz für das baufällige Krankenhaus Son Dureta. Doch die neue Balearenregierung will den von ihren Vorgängern begonnenen Neubau um jeden Preis stoppen.
Müllorca: 983 Kilo Abfall pro Kopf
Die Müllschlucker im Zentrum Palmas sind beliebte Fotomotive für Touristen aus allen Ländern: Fasziniert bleiben die Besucher stehen, um zu ergründen, was sich hinter den goldfarbenen Säulen wohl verbirgt. Doch so fortschrittlich die Technik der Müllentsorgung auch wirken mag, am Grundproblem ändert sie nichts: Die Insel droht im Müll zu ersticken.
Wolldecken statt Stahltüren
Beim Blick durch die Schießscharte sahen die Soldaten das Paradies: Dunkelgrüne Kiefern, türkisblaues Meer und ein menschenleerer Strand. Doch die Aussichten für die jungen Männer, die sich in den Bunkern an der Küste Mallorcas verschanzten, waren trotzdem alles andere als paradiesisch: Siegen oder sterben, hieß die Devise.
Konzert für Gameboy
Laptop-Orchester, Konzert für einen Gameboy und interaktive Videoinstallationen: Beim vierten PING!-Festival vom 11. bis 14. Oktober im Kulturzentrum Sa Taronja in Andratx kommen Fans von experimenteller Musik und Kunst voll auf ihre Kosten.
Katalan-Pflicht für Einzelhandel
Gute Zeiten für Druckereien und Schildermacher, schlechte Zeiten für Ladeninhaber. Die linksnationalistische Inselregierung macht das, was viele schon vor den Wahlen befürchteten: Sie knüpft nahtlos an die in der vorvergangenen Legislaturperiode begonnene Zwangsverordnung der Inselsprache Katalan an. Nach der Neugewichtung der Unterrichtssprachen (wir berichteten) soll nun auch das öffentliche Leben reglementiert werden. Den Anfang machen die Sprachwächter bei den Einzelhändlern der Inseln.
Wer pflückt die größte Rebe?
Wenn die Weinbauern von Binissalem ihre Ernte eingebracht haben und der junge Most in den Kellern der Bodegas lagert, feiern die Winzer die Festa des Vermar, das größte und bekannteste Weinfest Mallorcas. Vermar ist mallorquinisch und steht für das Pflücken der Trauben.
Kokain an der Bar
Es ist seit langem ein offenes Geheimnis: Wer auf Palmas Plaza Gomila in gewissen Bars ein Bier bestellt und mit einem Hundert-Euro-Schein bezahlt, bekommt statt Wechselgeld ohne Kommentar ein Briefchen Kokain in die Hand gedrückt. Jahrelang wurde dieser diskrete Verkauf von der Polizei stillschweigend geduldet, nur selten gab es Razzien oder gar Verhaftungen.
Entenwerfer gesucht
Eigentlich ist das traditionelle Entenwerfen von Ca’n Picafort seit zwei Jahren verboten, doch zufällig hatte die Polizei gerade weggeschaut…
< >< >< > 


