Fischernetze gegen Quallen

Im Kampf gegen die bevorstehenden Qual­len­inva­sionen an Mallor­cas Strän­den greift die Regierung jetzt zu ungewöhnlichen Mitteln: Seit dem 1. Juni sind insgesamt 16 Fischer­boote in den Gewässern der Bale­aren auf Quallen­fang.

Bezahlt werden die Fischer vom Umweltmi­nis­­terium. 600 Euro pro Tag und Boot will Umweltminister Mi­quel Grimalt (Union Mal­lor­quina) zur Verfügung stellen, zusätzlich erhalten die Fischer 1,50 Euro pro Kilo Qualle, die sie aus dem Meer ziehen. Jede der insgesamt 16 Fi­scherei-Kooperativen stellt ein Boot für den Medu­senfang zur Verfü­gung. Auf Mallorca werden zehn Fischerboote eingesetzt, auf Menorca drei, zwei auf Ibiza und eines auf Formentera. Die Fischer durchkämmen die küstennahen Ge­wäs­ser mit speziellen Net­zen und sammeln so die Weich­tiere ein. Gleich­zeitig wachen zahlreiche Beo­bachter darüber, wo größere Quallen-Schwär­me auftauchen. Diese In­for­ma­tion wird dann zum einen an die Fischer wei­tergeleitet, aber auch im Internet sollen sich Bade­gäste künftig über die Zahl der Quallen an den jeweiligen Strän­den informieren können.

Quallenwarnungen im Internet und am Strand

Direkt am Strand will die Regierung Touristen und Einheimische ebenfalls vor der stechenden Gefahr warnen: Neben den altbekannten grünen, gelben oder roten Bade­flaggen soll bei Sichtung von größeren Medusen­bänken eine neue “Quallen­-Flagge” gehisst werden. lex

1