Feuerzauber contra Denkmalschutz

Wie genau die Feierlichkeiten zu Ehren von Sant Se­bas­tian, dem Schutzpatron von Pal­ma, am Abend des 20. Januars ablaufen, steht noch immer in den Sternen. Sicher ist aber: Das Spektakel des letzten Jahres wird sich in dieser Form nicht wiederholen.

Externe Gutachter haben im Auf­trag des Inselrates die Auswir­kungen von Feuerwerk auf die Kathedrale untersucht und raten in ihrem Abschlussbericht dringend davon ab, in der Nähe des emblematischen Bauwerks Ex­plosionen jeglicher Art auszulösen. Im vergangenen Jahr hatten sich kurz nach dem Feuerwerk, das unmittelbar an der Kathedrale abgefeuert worden war, Teile des großen Rosettenfensters gelöst. Jetzt diskutieren Politiker, Ver­treter der Kirche und Experten die Verlegung des Spektakels zurück in den Hafen, weit weg von Baudenkmälern. Doch der Lichtzauber an der Kathedrale ist schon beauftragt und die Feu­erwerker haben mit den Aufbau­arbeiten begonnen. Ob eine kurzfristige Verlegung noch möglich ist, dürfte sich daher erst wenige Tage vor den Festivitäten klären.
Der Correfoc hingegen, der tra­ditionelle Zug der Feuerteufel, kann ohne Bedenken auf der Stadtmauer unterhalb der Ka­the­drale durchgeführt werden. Da die Stadt bereits einen Auftrag in Höhe von über 88.000 Euro zur Ausrichtung eines Piromusicals, eines Feuerwerks mit Musik, vergeben hat, deutet alles darauf hin, dass dieses Feuerwerk wie in den Jahren vor 2008 am Paseo Mal­lorca stattfinden wird. Als weitere Attraktion soll die Fassade des Rathauses in einen Bildschirm verwandelt werden, auf den Lichtprojektionen mit Soundeffekten zu sehen sein werden, Kostenpunkt: 86.600 Euro. Am teuersten wird der Correfoc, an dem Dimoni-Gruppen der ganzen Insel teilnehmen. Die Firma, die den Feuerlauf organisiert, kassiert für das einstündige Event über 185.000 Euro.

Bands sollen auf Catalán singen

Trotz aller Neuerungen bleibt aber auch einiges beim Alten: Am 19. Januar, dem Vorabend von Sant Sebastian, finden auf vielen Plätzen der Stadt Konzerten statt. Besonderen Wert legte das Rat­haus bei der Auswahl der Musiker und Bands darauf, dass sie auf Catalán singen. Damit Konzert­besucher nicht hungern müssen, stehen in der ganzen Stadt große Grills, auf denen die Besucher des Festes ihre mitgebrachten Buti­farrones und andere Würstchen grillen können. Aktuelle Informationen über die eventuelle Verlegung des Feuer­werks und das detaillierte Fest­programm stehen voraussichtlich ab 10. Januar 2008 auf Palmas Homepage www.a-palma.es zur Verfügung.

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