El Niño brachte Rekordregen
Klimaextreme auf Mallorca: Während der letzte Sommer der zweitheißeste der letzten 40 Jahre war (nur 2003 kletterten die Temperaturen noch höher), zeichnete sich der September durch überraschend starke Niederschläge aus. Darunter litten vor allem die Hoteliers: Viele hatten auf spontane Buchungen für die einsetzende Nebensaison gehofft. Doch die Besucher aus Nordeuropa blieben nach einem Blick auf die Wettervorhersage aus. Viele Hotels mussten daher schon im September schließen.
Der meteorologische Sommer, also die Monate Juni, Juli und August, war nach Angaben des spanischen Wetteramtes ungewöhnlich heiß. Zwar wurden die Höchsttemperaturen von 2003 nicht übertroffen, dafür hielt die extreme Hitze von über 32 Grad aber außergewöhnlich lange an. Die am Flughafen Palma gemessene Durchschnittstemperatur lag bei 24,7 Grad. Die hohen Temperaturen, die noch Anfang September vorherrschten, wurden jedoch plötzlich von besonders starkem Regen abgelöst: Allein vom 13. bis zum 21. September konnte an der Wetterstation des Flughafens eine Niederschlagsmenge von 140 Litern pro Quadratmeter gemessen werden, 107 Liter mehr als gewöhnlich. In Galilea regnete es in nur 36 Stunden über 190 Liter, die Feuerwehr war im Dauereinsatz. Ángel Rivera, Sprecher des spanischen Wetteramtes, konnte für den weiteren Herbst keine Besserung vorhersagen: “Auf den Balearen wird es in diesem Herbst etwas mehr regnen als sonst üblich.” Rivera wies darauf hin, dass sich in diesem Jahr das Wetterphänomen El Niño zurückmeldet. Die Auswirkungen von El Niño sollen noch bis April 2010 anhalten und können laut Rivera zu “konträren Wetterphänomenen” führen. lex
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