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Klimawandel: Land unter!

Lange Dürreperioden, heftige Stürme und ansteigender Meeresspiegel: Die Auswirkungen des Klimawandels werden auf Mal­lorca schon in den kommenden 40 Jahren deutlich zu spüren sein. Forscher der Balearenuniversität, so­wie Experten der Vereinten Nationen und von Greenpeace, haben sich jetzt mit den Konsequenzen der steigenden Temperaturen für die Insel befasst und kommen zu beunruhigenden Ergebnissen. Während die Durchschnittstemperaturen weltweit in den vergangenen 30 Jahren um 0,7 Grad angestiegen sind, wa­ren es auf Mallorca ganze 1,5 Grad.

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Flughafen: Über 7.000 neue Parkplätze

Die Zentralregierung in Madrid bäckt keine kleinen Brötchen. Gleich 7.000 neue Parkplätze will das spanische Ministerio de Fomento (Infrastrukturministerium) am Flughafen von Palma schaffen. Dazu soll zwischen dem Busparkplatz und dem bestehenden Parkhaus ein siebenstöckiger Anbau errichtet werden. Auf den insgesamt 23.565 Quadratmetern entstehen laut den Plänen des Ministeriums 5.500 Parkplätze. Doch damit nicht genug: An der südlichen Seite des heutigen Parkhauses soll ein weiteres Gebäude zusätzliche 1260 Parkplätze beherbergen, die meisten davon sind für Langzeitparker gedacht.

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Fregatte für Taucher

Die Gemeinde Calvià könnte bald um eine Attraktion reicher sein. Schon 2005 schlug Bürgermeister Carlos Delgado vor, die ausgemusterte Fregatte „Baleares“ vor der Küste von El Toro zu versenken. Mit dem so entstehenden künstlichen Riff wollte Delgado den Tauchtourismus in der Gemeinde anzukurbeln. Doch das spanische Umweltministerium machte dem Bürgermeister einen Strich durch die Rechnung und legte Widerspruch ein: Das Versenken des Kriegsschiffes sei umweltschädlich und gefährde die Unterwasserwelt.

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Flughafen: Paradies für Trickdiebe

Eigentlich sollte der Urlaub gerade erst beginnen, doch für Gisela aus München war die Vorfreude auf eine Woche Sonne und Strand schon zehn Minuten nach der Landung in Palma dahin: Während ein Mann sie in der Ankunftshalle ansprach und nach dem Weg zum Bus fragte, stahl sein Komplize ihren Geldbeutel und eine neue Digitalkamera aus der Handtasche.

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Kein Abriss in Ses Covetes

Wer zum ersten Mal von dem Dorf Ses Covetes zu dem Naturstrand Es Trenc läuft, traut seinen Augen nicht: Der Kontrast zwischen türkisfarbenem Wasser, hellweißem Sandstrand und den verlassenen Baurruinen am Ortsrand könnte größer nicht sein. Eingeschlagene Fensterscheiben und großflächige Graffitis, die den Abriss der Häuser verlangen, machen den Anblick der verlassenen Betonstrukturen noch trostloser. Seit 1994 stehen die halbfertigen Häuser an dem kurzen Feldweg, den im Sommer täglich tausende Badegäste in Richtung Strand folgen. Damals hatte eine Gruppe von Privatleuten, darunter auch Mitglieder des Umweltschutzverbandes GOB, gegen den Bau der insgesamt 13 Gebäude geklagt und dafür sogar 120.000 Euro aus eigener Tasche bei Gericht hinterlegt.

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Steuermissbrauch in El Arenal

Logos, Bücher und das Design der Fußmatte – das Konsortium für die Neugestaltung der Playa de Palma scheint mehr an einer Nabelschau interessiert zu sein als an wirklichen Fortschritten für die Playa. Statt den Ort zu verschönern und den Urlaubern endlich mehr Sicherheit vor der zunehmenden Kriminalität zu bieten, verschwenden die Politiker ihr Budget für sinnlosen Schnickschnack.

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100.000 Euro für einen Tunfisch

Nach nur zwei Wochen war schon wieder Schluss: Die Fangsaison für den im Mittelmeer vom Aussterben bedrohten Roten Tunfisch ist in diesem Jahr erstmals vorzeitig beendet worden. Weil die industriellen Fangflotten der EU ihre jährlichen Quoten bereits nach der Hälfte der vierwöchigen Saison erfüllt hatten, stoppte die zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki die Ringwadenfischerei auf Roten Tun per Dekret mit sofortiger Wirkung.

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Kalter Frühling, heißer Sommer

Egal ob in der Bäckerei oder beim Friseur, die Insulaner sind sich einig: Der diesjährige Frühling war ungewöhnlich kalt und nass. Von Klimawandel und Erderwärmung bekam der Laie in den letzten Wochen nichts zu spüren, im Gegenteil. Diesen subjektiven Eindruck haben jetzt auch die Meteorologen bestätigt. Laut Agustín Jansà vom staatlichen Wetteramt auf den Balearen war der Frühling auf Mallorca der kälteste seit über 30 Jahren. Die Durchschnitts­temperatur von 15 Grad in Palma lag den An­gaben des Wetteramts zufolge ein halbes Grad unter den normalen Frühlingstemperaturen. Am Kloster Lluc in der Tramuntana war das Temperaturmittel mit elf Grad gar ein Grad kälter als für den Frühling üblich.

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Tarifchaos bei den Gepäckpreisen

Wer heute seinen Koffer für eine Flugreise packt, sollte immer eine Waage und das Kleingedruckte des Buchungsformulars griffbereit haben. Sonst droht eine böse und vor allem teure Überraschung. Angesichts der völlig unterschiedlichen Gepäcktarife der verschiedenen Airlines kann ein zu voller Koffer so richtig kostenintensiv werden. Während Passagiere bei Billigairlines schon länger daran gewöhnt sind, für Gepäck extra zu bezahlen, haben nun auch Linienflieger wie Iberia und Lufthansa das Geschäft mit den Koffern entdeckt.

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Teure Urlauber-Hotline:
1.800 Euro pro Anrufer

Spätestens wenn die computergesteuerte Frauenstimme wörtlich „Informationen über Ibiza Ypsilon Formentera“ anbietet, bricht die Leitung zusammen. Kichernde Urlauber versteht das so genannte “Sprachdialogsystem” der telefonischen Touristenauskunft offensichtlich nicht. Aber der Reihe nach: Im Jahr 2006 kam der Politiker Francesc Buils (Union Mallorquina) auf die famose Idee, eine Telefonhotline mit automatischer Ansage als Touristeninformation für Mallorca einzurichten. Ein guter Einfall, denkt man. Denn ein Anrufbeantworter kostet ja gerade mal 40 Euro und jemand der das Band bespricht müsste sich angesichts von über 5.000 Beamten leicht finden lassen. Doch so billig kommen die Steuerzahler bei Mallorcas Politikern nicht davon.

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Landhotel im Leuchtturm?

Mallorcas Leuchttürme sind der Traum eines jeden Immobilienmaklers: Ruhige Lage, direkter Meereszugang und ein unverbaubarer Panoramablick. Die meisten Türme stammen aus dem 19. Jahrhundert und sind nicht nur wegen ihrer Lage wunderschön anzuschauen, auch die Architektur der Gebäude ist einmalig.
Früher waren die Leuchttürme und ihre Wärter unverzichtbarer Bestandteil der Seefahrt. Sie wiesen Schiffen den Weg und warnten sie vor Untiefen. Heute macht zentral gesteuerte Technik zumindest die menschliche Besatzung der Leuchttürme überflüssig.

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Steuergelder für Nationalisten

Die Förderung der Regionalsprache Katalanisch wächst sich für nationalistische Vereinigungen wie Ob­ra Cultural Balears (OCB) zu einem lukrativen Geschäft aus. Der offiziell gemeinnützige Verein erhielt allein im Jahr 2009 Subventionen von über 1,2 Millionen Euro. Da­bei verschenkten sowohl die Regierung als auch der Inselrat, die Stadt Palma und so­gar die Regionalregierung Kataloniens die Steuergelder nach eigenem Gutdünken und ohne offizielle Ausschreibung.

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Korruption:
Jaume Matas drohen 24 Jahre Knast

Jetzt schützen den Ex-Balearenpräsidenten nicht ein­mal mehr seine besten Freun­de. In flehendem Ton bat Jau­me Matas (PP) am Te­lefon den Generalstaatsanwalt um Hil­fe: “Tomeu, bit­te grille mich nicht” so die heimlichen Auf­zeichnungen der Policia Nacional. Doch ­Chef­anklä­ger Bartomeu Bar­celó verweigerte die Unterstützung: “Das liegt nicht in meiner Kompetenz”. 41 Millionen Euro soll der konservative Spitzenpolitiker in der vergangenen Amtszeit mit Hilfe von gefälschten Rechnungen rund um den Bau des Hallenstadions Palma Arena veruntreut haben. Die geklauten Steuergelder hat Matas für einen Stadtpalast in der Calle San Feliu in Palmas Altstadt ausgegeben. Jetzt entscheiden die Richter: Wird der einstige Spitzenpolitiker schuldig gesprochen, drohen ihm bis zu 24 Jahre Haft.

Neue Fische aus den Tropen

Fast zwei Meter lange Bernsteinmakrelenen und immer mehr Parasiten: Die Globalisierung und der Klimawandel verändern Flo­ra und Fauna auf und um Mallorca deutlich schneller als bisher angenommen. Während auf der Insel vor allem Nutz- und Zierpflanzen von einer wachsenden Anzahl neuer Plagen und Schädlingen bedroht sind, haben Forscher in den Gewässern um die Insel bis zu 38 neue Spezies gefunden, die bisher nur in den wärmeren Temperaturen des subtropischen Atlantiks oder des Pazifiks vorkamen. Zu den exotischen Fischarten, die sich mittlerweile im Mittelmeer heimisch fühlen, gehört beispielsweise die Große Bernsteinmakrele (pez limón), die bis zu 1,90 Meter lang werden kann. Die Bernsteinmakrele lebt nur dort, wo das Wasser konstant über 18 Grad liegt.

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Overbooking in England

Stell dir vor, du willst mal wieder in den Urlaub – und kommst nicht hin. Genau das passierte trotz Krise unzähligen Briten in den letzten Märzwochen. Die englischen Fluglinen hatten mit der plötzlich rasant steigenden Nachfrage nach Flügen auf die Bale­aren nicht gerechnet. Bereits Mitte März war es schlicht unmöglich, ein Ticket über Ostern nach Mallorca zu ergattern. Für die letzten vorhandenen Plätze verlangten die Airlines as­tro­nomische Preise. Jetzt müssen Tausende Engländer, die eigentlich ihr Geld auf Mallorca ausgeben wollten, ihre Ostereier im Regen suchen.

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Sanierung der Playa de Palma:
Große Worte, keine Taten

Eine Zweigstelle des Prado versprach Politikerin Margali­da Najera einst vollmundig für die Playa de Palma. Doch bisher wurden nicht mal ein paar Schlag­löcher geflickt. Seit 2003 haben wir drei Tourismusminister, zwei Bürgermeister von Pal­ma und drei von Llucmayor erlebt. Doch die groß angekündigte Sanier­ung der Playa de Palma macht nicht etwa Fort-, sondern Rück­schritte”, so das bittere Fazit von Bartolomé Servera, Sprechers des Unterneh­mer­verbands AFEDECO.

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Letzte Chance für den Tunfisch?

Köstliches Sushi, leckere Steaks: Der Rote Tun­fisch ist in der modernen Küche eine hochgeschätzte Zutat. Die Nach­frage ist allerdings so groß, dass die Fischart vom Aussterben bedroht ist. Allein in den Gewässern um die Balea­ren, die als eines der wenigen Laich­gebiete des Tun­fischs weltweit gelten, konnten französische und spanische Fischer im Jahr 2000 während der Laichzeit über 14.000 Tonnen der begehrten Fischart fangen.

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Gute Nachrichten für Mallorca-Rentner!

Riester-Rente auch in Spanien / 470 Millionen Euro Zuschüsse
Manchmal kommen aus Brüssel auch gute Nach­richten: Bisher mus­sten deut­sche Senioren die Riester-Rente zurückzahlen, wenn sie ins europäische Ausland gezogen sind. Der deutsche Fiskus hatte jeden Cent zurückgefordert. Sogar der Kauf einer spanischen Immobilie war mit dem ge­förderten Riester-Kapital un­zulässig. Doch dank einer Klage der EU-Kommision zwingt der Europäische Ge­richtshof die Bundesre­gie­rung jetzt zur Gesetzes­änderung: Riester-Sparer dür­fen ihr Geld schon bald in der gesamten Europä­isch­en Union ausgeben. Auch der EU-weite Immobi­lien­­erwerb muss le­ga­lisiert werden. Glaubt man den Experten, haben die im Ausland le­benden deutschen Renter schon bald 470 Millionen Euro mehr in der Tasche. Hoffentlich kommen sie alle nach Mallorca!

Das Ende der Drogenmafia?

Es war wie im Film: Mitten in der Nacht fuhren die zwei Brüder langsam über die kaputten Stras­sen von Palmas Zigeuner­viertel Son Banya. Sie liessen den Wagen mit laufendem Motor stehen und klingelten an der Tür von Josefa Moreno Cor­tés. Mo­reno, die in Zigeu­ner­krei­sen nur La Parra­la ge­nannt wird, öffnete die Tür gerade mal einen Spalt weit, schon traf sie eine Kugel in den Kopf. Zwar brachte ihre Familie die Clan-Chefin so­fort mit ei­nem Privatauto ins Kran­ken­haus Son Llatzer, doch die Hilfe kam zu spät. Die mächtigste Drogen­händ­lerin Mallorcas starb noch in der Notauf­nahme.

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Kampf um den Sand

Hoteliers und Urlauber in Cala Ratjada freuen sich: Gegen den Willen der Gemeinde Capdepera und des Umweltministeriums der Balearen will die Zentral­regierung in Madrid den Strand von Cala Agulla mit Sand aufschütten. Ein Groß­teil des feinen San­des der Cala Agulla, einem der schönsten Strän­de in der Umgebung von Cala Ratjada, wurde bei einem großen Un­wetter 2001 ins Meer gespült. Seitdem streiten die zuständigen Stel­len um die Regene­rie­rung des Strandes.

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El Niño brachte Rekordregen

Klimaextreme auf Mal­lor­ca: Während der letzte Som­mer der zweit­heißeste der letzten 40 Jah­re war (nur 2003 kletterten die Temperaturen noch höher), zeichnete sich der Septem­ber durch überraschend starke Nie­der­schlä­ge aus. Darunter litten vor allem die Hoteliers: Viele hatten auf spontane Buchungen für die einsetzende Neben­saison gehofft. Doch die Besucher aus Nordeuropa blieben nach einem Blick auf die Wettervorhersage aus. Viele Hotels mussten daher schon im September schließen.

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Neue Minister statt Sparkurs

Statt wie angekündigt den Verwaltungs­appa­rat der Balearenregierung zu verkleinern, um in der Krise öffentliche Gelder einzusparen, hat Balearen­präsident Antich nach der Sommer­pause lediglich zwei Minis­terien neu be­setzt und umgeformt. Die bisherige Ministerin für Erziehung und Kultur Bar­bara Galmés wurde von Bartomeu Llinás abgelöst, der vorher im Präsidium von Antich tätig war. Llinás will sich vor allem für den Bau neuer Schulgebäude stark machen.

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Wählen mit Dirty Harry

Ich gehe am 7. Juni 2009 zur Europawahl, weil sie am 8. schon vorbei ist!”, antwortete Harald Schmidt vor wenigen Tagen auf die Frage, warum jeder Euro­päer an der Europa­wahl teilnehmen sollte. Der Mo­derator ist mit seiner ironisch verpackten Mei­nung über die (Un-) Wich­tig­keit der Europa­wahlen nicht allein: Auf den Inseln sieht nicht einmal die Hälfte der Bürger einen triftigen Grund, an den Wahlen des Europaparlaments teilzunehmen.

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Wetten dass: Gratiswerbung für Mallorca

Zum ersten Mal gastierte Deutschlands bekannteste Fernsehshow 1999 auf der Sonneninsel. Damals wa­ren Stars wie Sophia Lo­ren, Mika Hakkinen, Mont­serrat Caballé, die Back­streetboys und Ricky Martin dabei. Die Siegerwette pass­te ganz zum Mallorca-Bild der Deutschen: Ein Kandidat versuchte 50 Duschgels am Körper von frisch geduschten Bikini-Schönheiten zu erkennen. Die Show erzielte sogar einen Zuschauer­re­kord: Unglaubliche 11,5 Mil­lionen Deutsche schauten Gottschalk und seinen Gäs­ten zu.

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2010: EU-Gipfel auf Mallorca

Anlässlich der spanischen EU-Ratsprä­si­dent­schaft im ersten Halbjahr 2010 trifft sich der EU-Ministerrat im kommenden Frühjahr erstmals auf Mallorca. Die 27 Län-der werden sich auf der Insel über Tourismus und die Seeverkehrs­politik der Union beraten. Der genaue Veran­stal­tungs­ort steht noch nicht fest.

Golfplatz oder Fabrik?

Während der Vorsitz­en­de des balearischen Unter­nehmerverbandes CAEB, Josep Oliver, “mindestens fünf weitere Golf­plätze” für Mallorca fordert, droht die linksnationale Re­gierungs­koalition schon an einem bei Campos geplanten Platz zu zerbrechen. Die Genehmigung für den Bau von Son Baco, so der Name des Platzes, stammt noch von der konservativen Vorgängerregierung aus Par­tido Popular und Union Mallorquina (UM). Doch die Koalition um Präsident An­tich, allen voran Koali­tions­partner PSM (Partido So­cialista de Mallorca), lehnt jeden zusätzlichen Golf­platz entschieden ab. Dabei geht es den Sozia­listen vornehmlich um Um­welt­schutz.

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Mit Comics gegen Israel

300.000 Euro hat das So­zialministerium dieser Tage ausserhalb des normalen Budgets ausgegeben. Allerdings nicht zur finanziellen Unterstützung alleinerziehender Mütter, arbeitsloser Familienväter oder hilfs­­bedürftiger Rent­ner. Son­­dern für ein kleines Co­mic­­-Heftchen, mit dem balearische Jugend­liche für den Palästina­konflikt sensibi­lisiert wer­den sollen.

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Rätselhafte blaue Flecken

Vernachlässigt, falsch me­­di­kamentiert und wund gelegen: Die An­gehörigen von Bewohnern des privaten Pflegeheim Crist Rei in Inca hatten allein im vergangenen Jahr über 20 Anzeigen gegen das Heim eingereicht. Passiert ist lange Zeit nichts, doch vor zwei Monaten häuften sich die Anzeigen derart, dass die Guardia Civil endlich eine Untersu­chung der Fäl­le anordnete.

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Sprachspitzel in Sportclubs

Man kommt sich vor wie in einer Diktatur: Geht es nach dem Willen der Insel­regierung, sollen schon bald Spitzel in Sportclubs die ausschließliche Verwen­dung von Catalan kontrollieren. Subventionen erhalten dann nur noch solche Ver­eine und Verbände, die sich dem Sprachzwang un­ter­werfen. Der neue “Plan zur sprachlichen Norma­lisier­ung”, den die PSM-Politiker­in Marga­lida Tous am 2. April zur Abstimmung vorlegt, greift tief in das Privatleben der Inselbewohner ein. Denn nachdem der Bil­dungs­sek­tor, also Schulen und die Universität, mittlerweile dergestalt “normalisiert” wur­de, dass die Unter­richts­sprache fast ausschließlich Catalan ist, will das linksnationale Regierungs­bünd­nis dem Volk jetzt in vielen weiteren Bereichen die Re­gional­spra­che aufzwängen: Gesundheitssektor, Justiz, private Unternehmen, Sport, Freizeit, Religion und Kunst, alles soll katalanisiert werden. Wer Castellano spricht, wird bestraft.

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Horrende Strompreise schocken Inselbewohner

Mehr als 1.000 Insel­be­wohner demonstrierten Mitte März auf Palmas Plaza España mit Triller­pfeifen und Sprech­chören gegen “Wu­ch­er­preise” und falsche Abrech­nun­gen seitens des balearischen Elek­trizitätswerkes (GESA). Der Grund: Fast alle Konsu­men­ten bekamen die­sen Win­ter extrem hohe Strom­rech­nun­gen. Vor der GESA-Zentrale stehen täglich entrüstete Bürger Schlange, die Service- Hotline ist fast im­mer be­setzt. Doch das E-Werk ist der falsche Sündenbock, denn in Spanien entscheiden nicht die Zulieferer, sondern die Regierungspolitiker über die Höhe des Strom­preises und legen ihn alle drei Monate für ganz Spa­nien fest.

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Das Schweigen der Lämmer

Bald ist es wieder so weit: Vermummte Ge­stal­ten mit spitzen weißen Kapu­zen und Eisenketten werden am Gründonners­tag das jährliche Osterfest in den Strassen Palmas einläuten. Das kirchliche Os­tern hat für viele Spanier auch heute noch einen hohen Stellenwert. Im überwiegend katholischen Mal­lorca fallen die Feier­lich­keiten zu Ehren der Kreu­zigung Jesu entsprechend prunkvoll aus. Die ersten Prozessionen finden schon am Palm­sonn­tag (5. April) statt. Es werden Gottes­dienste abgehalten und im Anschluss die Gläubigen mit Palm­zwei­­gen gesegnet. Die Zweige symbolisieren die Ankunft Christi in Jerusalem.

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Löchrig wie Schweizer Käse

Dass die Kontrollen am Flughafen von Palma nicht so streng sind wie auf anderen europäischen Flug­­häfen, hat der ein oder andere Vielflieger sicher schon bemerkt: Wenn beispielsweise auf dem Rück­flug nach Mallorca ein Taschenmesser beschlagnahmt wird, dass vor dem Abflug in Palma nicht mal bemerkt wurde, läßt sich eine gewisse mediterrane Gelassenheit nicht leugnen… Nun könnte sich die Sich­erheitslage am Flughafen Son Sant Joan weiter verschlechtern: “Die Kontrol­len an Mallorcas Flug­hafen sind schon jetzt so durchlässig wie ein Sieb”, erklärt Miguel Pérez, Gewerk­schafts­sprecher des Sicher­heitspersonals am Flug­hafen von Palma.

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Kriegsgefangene an Bord

Dass die US-Armee den Flughafen von Palma für geheime Gefangenen­trans­porte in Foltergefäng­nisse benutzt hat, ist seit längerem bekannt. Doch die Amerikaner funktionierten offensichtlich nicht nur Flugzeuge zu Gefängnissen um: Auch Schiffe der US-Navy sollen verschleppte Terror­ver­dächtige transportiert haben.

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Mehr Platz am Strand:
Die Briten bleiben zuhause

Das volle Ausmaß der Wirtschaftskrise macht sich auf Mallorca erst in diesem Jahr bemerkbar: Ge­schlos­sene Geschäfte, ge­strichene Fährverbin­dun­gen, Entlas­sungen im Ho­telsektor und rückläufige Buchungs­zah­len für die Som­mer­saison machen den Winter auf Mallorca noch härter als sonst.

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Wo steckt der Zöllner?

Fliegen, das war früher mal ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer, Glanz und Glamour. Heute ist es oft nur noch be­schwerlich. Die Schuld liegt allerdings nicht bei den Fluglinien, die trotz immer günstigerer Preise meist perfekten Service bieten. Das Trauerspiel findet vor an Palmas Flughafen statt: Manch ein Reisender verbringt heute mehr Zeit in den endlosen Terminals als im Flugzeug selbst.

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Sprachmix wie in New York

Multikulti auf Mallorca: In nur einem Jahr stieg die Zahl der Ausländer um 17,2 Prozent auf 223.000 Menschen. Die Insel entwickelt sich zum kosmopoliten Modell einer globalen Welt. Manchmal fühlt man sich in Palma wie in einer Weltstadt: Beim Ein­kaufs­bummel hört man in­nerhalb weniger Stunden Fran­zösisch, Italienisch, Eng­lisch, Rumänisch, Chi­ne­sisch, zahlreiche arabische Dialekte, Deutsch und natürlich Spanisch sowie Catalán.

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Lebensmittel zum halben Preis

Durch die Wirtschafts­krise ist auf Mallorca eine neue Branche entstanden, deren Existenz vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen wäre: Immer mehr verarmte Haus­frauen beauftragen Diebe, ihren “Ein­kauf” für sie zu erledigen.

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Feuerzauber contra Denkmalschutz

Wie genau die Feierlichkeiten zu Ehren von Sant Se­bas­tian, dem Schutzpatron von Pal­ma, am Abend des 20. Januars ablaufen, steht noch immer in den Sternen. Sicher ist aber: Das Spektakel des letzten Jahres wird sich in dieser Form nicht wiederholen.

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Kampf den Wilderern

Glaubt man den Wis­senschaftlern, sind die Gewässer rund um die Balearen die letzte Hoff­nung für den roten Thun­fisch. Insbesondere die südlichen Regi­onen der Inseln sind eines der wichtigsten Laichge­biete für den meistbegehrten Fisch der Welt.

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Make up für El Arenal

Ist ein Wunder geschehen? Die seit Jahren diskutierte Neugestaltung der Playa de Palma wird dieses Jahr wenigstens teilweise umgesetzt. Touris­mus­ministers Miquel Nadal (Unión Mallorqina) will schon im Januar mit den ersten Arbeiten beginnen. Laut Ministerium wird zunächst die Infra­struktur der Playa optimiert, Ka­nalisation, Stras­sen und Sportanlagen sollen verbessert werden.

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Die schönsten Weihnachts-Events auf Mallorca im Überblick

Sie können die Festtage nicht mehr erwarten? Einen ersten Vorge­schmack auf Weihnachten erhalten Be­sucher des Weihnachts­marktes im Pueblo Español. Am zweiten Advents­woch­en­ende, also vom 6. bis zum 8. Dezember, erwarten die Besucher viele Verkaufs­stände mit weihnachtlichem Zu­behör oder Ge­schenk­ideen sowie kulinarischen Genüssen. Highlight ist wie jedes Jahr der Stand des Lions Clubs Palma de Mallorca. Die große Bene­fiz-Tombola bietet tolle Preise. Mit holländischen Waffeln und Sektbar sorgt der Club für das leibliche Wohl. Alle Gewinne kommen einem guten Zweck zu.

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Xocolata, Turrón & Trauben

Während in deutschen Su­permärkten in der Zeit vor Weihnachten vor allem Leb­kuchen und Schokolade in allen erdenklichen Formen angeboten werden, rüsten sich spanische Läden mit ganzen Tischen der Weihnachts­spezialität Túrron auf den Ansturm der Käufer. Auch auf Mallorca ist der Turrón unverzichtbarer Bestandteil der Vor- und Weihnachts­zeit. Die nougatähnliche Süßigkeit wird aus Man­deln, Zucker, Honig und Eiern hergestellt.

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Catalán-Pflicht: Mallorca von Ärztemangel bedroht

Gibt es auf Mallorca schon bald einen akuten Ärztemangel? Geht es nach dem Willen der linksnationalen Ba­le­aren­re­gie­rung, müssen ab 2010 alle Ärzte, Pfleger und Kran­kenschwes­tern im öf­fent­lichen Ge­sund­heits­sys­tem gute bis sehr gute Catalán-Kennt­nisse vorweisen. Wer die staatliche Prüfung nicht besteht, verliert seinen Job.

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Korruption: Die ewige Versuchung

Das Urteil soll abschreck­en, die Haftstrafen sind hoch: Ende November wurde der bis dato amtierende Bürgermeister von Lluc­major, Lluc Tomàs, vom Landgericht Palma zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Tomás wurde der Verun­treuung öffentlicher Gelder für schuldig befunden. Der stellvertretende Bürger­meister und Ortsbür­ger­meister von S’Arenal, Joaquin Rabasco (Agrupa­ción Social Independiente, kurz ASI), muss für insgesamt acht Jahre ins Ge­fängnis, seiner Lebens­gefährtin Maria del Amor Aldao stehen drei Jahre Gefängnis bevor. Rabasco wurde neben Veruntreuung auch wegen Unter­schla­gung von Vermögen verurteilt.

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Schmiergeld in der Karibik versteckt

Schon wieder erschüttert ein Korruptionsfall Mal­lorcas Politik: Ausgerech­net der Sprecher der nationalis­tischen Union Mallorquina Bartomeu Vicens steht un­ter Verdacht, mehrere hundertausend Euro Schmier­geld kassiert zu ha­ben. Das Geld investierte der rechtskonservative Re­gierungs­politiker laut El Mun­do in Luxus­limou­sinen, teure Im­mobi­lien und eine dubiose Geld­an­lage auf den karibischen Kaiman-In­seln. Weil der Staatsanwalt in­zwi­schen bis zu fünf Jahre Gefängnis fordert, könnte die Affäre das Ende der bestehenden Balearen­re­gie­rung bedeuten. Denn Vicens ist Ab­ge­ordneter und ohne seine Stimme (aus dem Ge­fängis ist eine Teilnahme an Par­laments­ab­stimm­un­gen nicht möglich) fehlt der Re­gie­rung die Mehrheit. Doch es kommt noch schlim­mer...

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Banken räumen erste Wohnungen

Nicht alle Branchen leiden unter der Krise, ganz im Gegenteil: Für Schuldeneintreiber laufen die Geschäfte gerade richtig gut. Während Zahlungs­unfähige in Deutschland immer häufiger Besuch von muskelbepackten Osteuro­päern be­kom­men, wird in Spanien auf die Androhung von Gewalt verzichtet: Der nationale Marktführer “Co­brador del Frac” (“Eintreiber im Frack”) verfolgt säumige Schuldner auf Schritt und Tritt. Und alle, die den Mann mit Zylinder und Frack sehen, wissen genau: Da bezahlt einer seine Schul­den nicht.

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El Arenal:
Staub aus dem Steinbruch

Lärm, Staub und gefährliche Erschütterungen – die Anwohner des Stein­bruchs Can Cánaves in El Arenal litten seit Jahren unter den Aktivitäten der Anlage. Die Folgen waren gesundheitliche Beschwer­den, wie Allergien und Hus­ten, Risse in Wänden und die Ver­schmutzung der Um­­ge­bung. Doch trotz zahlreicher Kla­gen gegen den Steinbruch konnten weder die Nach­bar­schaftsverei­nigung noch die verärgerten Hoteliers etwas ausrichten. Der Abbau ging weiter.

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Kein Catalan bei Air Berlin

Neue Runde im Spra­chen­streit zwischen der Balearen­regierung und Air Berlin: Álvaro Middel­mann, Air Berlin Direktor für Spa­nien und Portugal, erteilte Mallor­cas Links­nati­onalisten eine deutliche Abfuhr. Die Einführung von Catalan als Bordsprache sei “nicht rentabel” erklärte er in der Tageszeitung Diario de Mallorca.

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Mehr Beton:
Neue Autobahn wird gebaut

Erneut enttäuscht die Regierungskoalition der Balearen ihre Wähler, indem sie ein Wahlver­sprechen bricht: Während die linke Inselrats­präsiden­tin Fran­ces­ca Armengol (PSOE) im Wahlkampf vor zwei Jahren immer wieder energisch be­tont hatte, es werde mit den Sozialisten keinen zweiten Autobahn­ring um Palma geben, muss sie nun heftig zurückrudern: Der so ge­nannte “Segundo Cintu­ron” wird kommen, und zwar bald.

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Neue Parkplätze am Flughafen

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Am Flug­hafen von Palma können Auto­fahrer ab sofort zwischen fünf verschiedenen Park­mög­lichkeiten wählen. Ne­ben dem bestehenden Parkhaus und dem Lang­zeit­parkplatz, der jetzt in un­mittelbarer Nähe des Flug­hafens liegt, gibt es nun auch 36 Express-Park­plätze. Die neue Einrich­tung direkt am südlichen Ende des Ter­minals ist für Autofahrer gedacht, die Passagiere zum Abflug be­gleiten oder an­kommende Gäste abholen möchten. Abgerechnet wird im Mi­nutentakt.

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Roaming wird billiger

Handy-Kurznachrichten aus dem Urlaub werden im nächsten Jahr um zwei Drittel günstiger. Da­für will die EU strikte Preis­grenzen vorschreiben. “Aus­lands-SMS dürfen ab Juli 2009 maximal 11 Cent kos­ten”, bestätigte Telekom-Kommissarin Viviane Re­ding gegenüber der Rheini­schen Post. Ende Sep­tem­ber stellte sie die neuen EU-Vor­schriften vor. Bis­her kostet eine SMS im Durch­schnitt 29 Cent beim Aus­lands-Roaming.

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Hoteliers fordern Liste britischer Sauftouristen

Die Schilder sind zwar in schlechtem Deutsch gehalten, doch sie sprechen Bände: “Bei dritten Ver­gehen der Ruhestörung ervolgt Ver­weis aus Hotel” oder “Nich springen von die Balkon”, werden viele Ur­lauber an der Playa de Pal­ma schon in der Hotelhalle vorgewarnt. Doch während in Arenal, dem deutschen Ghetto der Sauftouristen, die Gäste des Lesens anscheinend noch mächtig sind, glauben die Hoteliers am anderen Ende der Bucht von Palma nicht mehr an die Wirkung solcher Warnungen.

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Deep Purple: Tickets gewinnen

Mit Songs wie “Smoke on the Water” und “Child in Time” schrieb die britische Band Deep Purple Rockge­schichte. Am 15. September spielt die Gruppe rund um Sänger Ian Gillan erstmals in Palmas neuer PalmaArena. EL AVISO verlost 3 x 2 Eintrittskarten für den Innenraum sowie 1 x 2 VIP-Tickets. Teilnehmen können Sie einfach per E-Mail an elaviso@media-more. com. Bitte geben Sie unbedingt die vollständige Adres­se sowie Ihre Tele­fon­num­mer an. Ein­sen­de­schluß ist der 8.9.2008. Der Rechts­weg ist ausgeschlossen. Karten sind an folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich: One Mallorca Magal­luf, El Corte Ingles, Discos Gong, Discos OH und Discos BaBa in Manacor sowie Inca. Ausserdem gibt es die Tickets auch bequem im Internet auf der Home­page des Veran­stal­ters www.onemallorca. com.

Koks macht cool...

…und extrem abhängig: Die Zahl der süchtigen Inselbewohner steigt besorgniserregend schnell - Matthias H. hatte es ge­schafft. Der gut aus­sehende, charmante Mitt­dreis­­siger betrieb gemeinsam mit sei­ner Lebens­ge­fährtin zwei Antiqui­tä­ten­läden, die Ge­schäfte liefen gut, vielleicht zu gut. Denn aus der gelegentli­chen Line Koks am Wochen­ende wurde mehr. Immer häufiger nahm er auch unter der Woche Kokain. Irgendwie war er witziger und schlagfertiger “mit Schnee” als ohne. Am En­de hatte er alles verloren: Die Läden waren pleite, die Freundin weg, und die Sucht da.

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Schulbücher auf Kredit

Während der Beginn des neuen Schul­jahres in Deutschland in erster Linie die Schüler trauern lässt, treibt er in Spanien vor allem den Eltern Tränen in die Augen. Denn anders als in Deutsch­land, wo allenfalls eine Monatsfahrkarte b­ezahlt werden muss, stehen spanische Eltern vor einem Berg von Ausgaben: Schul­uni­form, -materialien, Es­sens­geld, Transportkosten und Schulbücher müssen be­zahlt werden. Im Durch­schnitt werden pro Kind 855 Euro fällig, bei zwei Kin­dern bedeutet dies Aus­gaben von 1710 Euro.

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Baulärm trotz Verbot

Die Gesetzeslage ist eindeutig: Während der Hochsaison im Juli und im August darf in den Küsten­zonen und Urlaubs­orten von Llucmajor nicht gebaut werden. Der Hinter­grund: Die Urlauber sollen nicht durch Pressluft­hämmer oder sonstigen Lärm ge­stört werden. Traurig nur, dass sich kaum jemand an die Verordnung hält. Vor allem in den Wohn­siedlungen von Sa Torre und Cala Blava wurde eifrig weitergebaut. Auch in El Arenal haben viele Bauherren das Verbot schlicht ignoriert.

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Schwarze Schafe
zerstören Mallorcas guten Ruf

Familie Schaumann wird nie wieder auf Mallorca Urlaub machen. Das Ehe­paar hatte in vier aufeinander folgenden Jahren teure Fin­cas gemietet – und die Enttäuschung wuchs von Jahr zu Jahr. Das erste Ferienhaus für 2.200 Euro pro Woche in Cala San Vicente bestach neben einer ärmlichen Einrich­tung vor allem durch bestialischen Gestank aus der hauseigenen Sickergrube. Die Beschwer­de über die üblen Gerüche beantwortete der Fincavermieter lapidar mit der Aussage, Ge­rüche aus der Sicker­grube seien “landestypisch”.

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Hitze fordert Todesopfer

Es war der perfekte Tag am Strand: Kinder springen in den Wellen, Teenager flanieren entlang der Brandung auf der Suche nach einem Flirt, der Sandstrand Cala Major ist an diesem Samstag besonders voll. Am Wo­chen­ende mischen sich auch die Berufstätigen unter die Urlauber. Kein Wunder, dass niemandem der scheinbar schlafende Mann auffällt. Seine Haut ist zwar knallrot, aber das ist man beim Anblick der vielen Ur­lau­ber in Cala Mayor ja gewohnt.

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Kilmawandel:
Schlecht für den Tourismus

Estrella Ro­dri­guez ist Expertin für Umwelt­fra­gen des balearischen Unternehmer­ver­bands (CAEB). Die Biologin er­forscht die Auswir­kungen des Klimawandels auf Mallorcas Umwelt und die Inselwirtschaft. Was der Temperaturanstieg für Mal­lorca bedeutet, verrät Ro­driguez im Interview.

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Festland bietet Sprachasyl für Air Berlin

Nach der heftigen Po­le­mik rund um die Ver­wendung von Katalan an Bord von Air Berlin hat die Flug­gesell­schaft jetzt Bei­stand vom Festland bekommen. Politi­ker aus den Regi­onen Mur­cia und Valencia boten der Flug­line an, ihre Dreh­schei­be (Hub) für den Spa­nien­ver­­kehr von Mallor­ca in eine der beiden Re­gio­nen zu verlegen.

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Werden Sie einfach Weltbürger!

Schon seit vielen Jahren schreibt einer der be­kanntesten Kolumnisten des Diario de Mallor­ca deutschenfeindliche Artikel. An­fangs dachte ich, es wäre seine Überzeugung. Doch als er eines Tages wieder titelte: “Ein Deutscher kauft Mallorcas größte Finca” und auf mehreren Spalten über die Kultur der Teutonen klagte, griff ich zum Telefon, um ihn anzurufen.

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Sonne, Strand & Sorgen

Kevins* Augen scannen die vorbeigehenden Pas­san­ten, bis sein Blick auf zwei jungen Frauen haften bleibt. Mit einer aufgeklappten Speisekarte macht er einen entschlossenen Schritt auf sie zu, seine Mund­winkel verziehen sich ge­konnt zu einem schelmischen Lächeln. Dann folgt einer der vielen Sprüche, mit denen Kevin Tag für Tag versucht, möglichst viele Gäste in das Restaurant zu locken: “Ahoi Mädels! Alles im Lot auf dem Boot?” Beide gucken ihn irritiert an. “Schon ge­gessen?” Sie bleiben stehen.

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Es Trenc ohne Blaue Flagge

Die gute Nachricht zu­erst: Die Balearen haben dieses Jahr vier Blaue Flaggen mehr be­kommen als im vergangenen Sommer. Die Wasser­qualität ist an 84 Stränden hervorragend, an allen an­deren Stränden gut. Schlech­te oder gar ge­sund­heits­schädliche Werte konnten nirgendwo entlang der Küs­ten gemessen werden. Die schlechte Nachricht: Ausgerechnet die zwei em­blematischen Strände von Es Trenc und Sa Rapita haben auch dieses Jahr zum zweiten Mal in Folge keine Blaue Flagge erhalten.

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Fischernetze gegen Quallen

Im Kampf gegen die bevorstehenden Qual­len­inva­sionen an Mallor­cas Strän­den greift die Regierung jetzt zu ungewöhnlichen Mitteln: Seit dem 1. Juni sind insgesamt 16 Fischer­boote in den Gewässern der Bale­aren auf Quallen­fang.

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Rekordregen im Mai

Auch wenn es die Urlauber, die ihre Pfingstferien auf der sonnigen Insel verbringen wollten, kein Trost sein wird: In den ersten 19 Tagen des vergangenen Monats wurden sämtliche historischen Rekorde in Sachen Regen auf Mal­lorca gebrochen.

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30.000 Möwen ohne Futter

Große Schwingen, schar­fe Schnäbel und ein unbändiger Hunger: Wenn Möwen nichts zu fressen finden, werden sie aggressiv. Und dass sie demnächst hungriger sein werden als sonst, steht schon jetzt fest: Mallorcas größte Müllkippe Son Reus wird im Laufe dieses Jahres endgültig ge­schlossen, und die weit über 30.000 Möwen, die sich von den organischen Überresten auf der Müll­deponie ernähren, könnten zum Problem werden.

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Radarfallen auf Mallorca

“Ich hab zwölf Punkte in Madrid” – spanische Autofahrer, die das von sich behaupten können, fahren wahrhaft vorbildlich. Denn das im Juli 2006 eingeführte Punkte­system für Verstöße gegen die Straßenver­kehrsord­nung basiert nicht wie in Deutschland auf einer An­häufung von Strafpunk­ten, hier werden die Punkte von einem Aus­gangs­gut­haben von zwölf Punkten (acht für Fahranfänger) abgezogen.

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Häfen seit April ausgebucht

Das Zitat aus einem Proteo-Laurenti-Kri­mi trifft wohl nirgends mehr zu als auf Mallorca: “Wer darüber nachdenkt, ob er sich ein Schiff leisten kann, der kann sich kein Schiff leisten.” Die An­schaffung ist die eine Sache, doch wirklich teuer wird neben dem Unterhalt vor allem der Liegeplatz.

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Quallenplage statt Badespaß?

Jedes Jahr kommen sie früher: Die Quallen­schwär­­me werden zu ei­nem echten Problem im Mittelmeer, und ganz be­sonders auf den Inseln. Während die Nesseltiere früher nur gelegentlich in den Som­mermonaten ba­de­freudige Strandurlauber vergraulten, werden sie dieses Jahr schon im Win­ter an die Küsten der Ba­learen geschwemmt. Die­sen Sommer droht daher eine regelrechte Plage.

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Eigene Amtssprache für jede Insel

Jetzt ist es offiziell: Car­­los Delgado will der nächste Balearen­prä­si­dent werden. Um das zu erreichen, bringt sich der PP-Bürgermeister von Cal­­vià daher mit allen Mit­teln ins Gespräch – je populis­tischer, je besser. Auf der eigens eingerichteten Internetseite www. porbalear.com verlangt der Politiker jetzt die Än­derung des Autono­mie­statuts der In­seln, das bisher Katalan und Cas­tellano als gleichberechtigte offizielle Sprachen der Ba­learen nennt. Geht es nach dem Willen Del­ga­dos, soll es statt des Katalans in Zukunft gleich drei Amts­sprachen ge­ben: Mallor­quin, Menor­quin und Ibi­cenco.

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"Dann gibt es hier Krieg!"

Wer in Palmas Zigeu­nerviertel Son Banya Drogen kaufen will, muss nicht lange suchen: “Koks gibt es immer in dem Haus, an dem die Laterne brennt”, erklärt ein deutscher Stamm­kunde den Weg. Doch damit soll bald Schluss sein: “Es kann nicht sein, dass in Son Banya eine Wallfahrtstätte für Drogenhandel mit Mitteln der öffentlichen Verwaltung subventioniert wird”, so Palmas stellvertretender Bürgermeister Eberhard Grosske (BLOC).

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5.000 neue Wohnungen

Die Situation auf Mal­lorcas Immobilien­markt ist pa­ra­dox: Auf der einen Seite stehen immer mehr Wohn­ungen leer, auf der anderen Seite ist es für Normal­verdiener schier un­möglich geworden, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Warum? Noch vor wenigen Jahren war der Bausektor voll ausgelastet, die Nachfrage schien ungebremst. Doch viele Käufer erwarben Im­mobilien nicht zum Ei­gen­gebrauch, sondern als Spe­kulations­objekte mit ho­hen Gewinner­war­tungen. Die Preise stiegen immer weiter. Für eine kleine Wohnung in Mallorcas Süd­westen fordern die Eigen­tümer heute oft Mietpreise von bis zu 1.800 Euro und Kauf­preise von über 400.000 Euro, für junge Men­schen, Familien oder gar Allein­erziehende sind solche Sum­men kaum bezahlbar.

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Mietwagen: Vergleichen lohnt sich

Wer Mallorca wirklich kennen lernen will, der kommt in seinem Insel-Urlaub um einen Miet­wagen nicht herum. Pro Jahr mieten sich deshalb unglaubliche 1,6 Millionen Deutsche ein Auto, um die landschaftlichen Schön­heiten der Insel zu erkunden. Doch spätestens bei der Ankunft am Flughafen von Palma steht der Ur­lauber vor der Qual der Wahl: Welche der unzähligen Auto-Vermie­tungen ist wohl die beste, und welche die günstigste? Das Reise­magazin Urlaub­ Perfekt hat die acht größten Miet­wagenanbieter Mallorcas getestet. Dabei wurden die Tarife und Versicherungs­leistungen ebenso bewertet wie der Service bei Ab­holung und Rückgabe. Außerdem prüfte ein Kfz-Meister die Ausrüstung und Fahr­tüch­tigkeit der Wagen.

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Callboys & Koks auf Staatskosten

Offiziell war er konservativer Vorzeige­poli­tiker, inoffiziell veruntreute er öffentliche Gelder in Bordellen: Javier Rodrigo de Santos, Politiker der Partido Popular (PP), ehemals zweiter Bürger­meister von Palma und Bauamtsleiter, hat für den ersten großen Politskandal des Jahres gesorgt. Über 50.000 Euro soll De Santos für Sex und Kokain mit einer Kreditkarte der Stadt­verwaltung bezahlt haben.

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