Steine gegen Prostituierte
Ende August schritten die wütenden Anwohner von Magaluf zur Selbstjustiz: Weil die Polizei nichts unternahm, bewarfen sie eine Gruppe von zwanzig Prostituierten mit Steinen. Als die Frauen in den Autos ihrer Zuhälter Schutz suchten, zersplitterten unter einem weiteren Steinhagel die Fensterscheiben der Fahrzeuge. Nur durch das spätere Eingreifen der Polizei konnten schwerere Verletzungen verhindert werden.
Bauruine in Toplage
Ein Wahrzeichen der Skyline Palmas sollte es werden, ein Impuls für den Tourismus in der Inselhauptstadt – jetzt droht dem Kongresspalast eine Zukunft als Bauruine. Schon im Sommer vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass das Touristikunternehmen Barceló, einst wichtigster Anteilseigner des Projektes, aus dem Vertrag mit Stadt und Inselregierung ausgestiegen war. Als Begründung gab Barceló die zahlreichen Abweichungen vom ursprünglichen Bauvorhaben an. Beobachter vermuten aber die Krise als Grund für den Rückzug.
Abriss von Neubauten?
Im Rahmen der Sanierung der Playa de Palma will das zuständige Konsortium unter Vorsitz der umstrittenen Politikerin Magarita Najerea mit dem Abriss erster Häuser beginnen – und zwar von Neubauten aus den Jahren 2002 und 2007 in Can Pastilla. Dort sollen ein breiter Boulevard und eine Tiefgarage entstehen. Die Bewohner der Appartementblocks protestieren, auch die Stadt Palma lehnt den Abriss der Häuser ab.
Alkoholisierte Balkonkletterer
Eine seltsame „Sportart“ betreiben junge und meist alkoholisierte Touristen auf den Inseln: „Balconing“ nennt sich das gefährliche Spiel, bei dem die Jugendlichen von Balkon zu Balkon klettern oder gar versuchen, vom Balkon aus in den Hotelpool zu springen. Bis Anfang August sind 30 junge Menschen bei diesen Versuchen gestürzt, vier verletzten sich dabei tödlich, die meisten zogen sich schwere Verletzungen zu. Alkohol war fast immer mit im Spiel.
Kranke Kinder besuchen Loona
Normalerweise besteht ihr Tagesablauf aus Untersuchungen, Hoffen und Bangen. Vier an Leukämie erkrankte Kinder des Tumorzentrums Ulm haben ihre Krankheit jetzt aber für eine Woche hinter sich gelassen und die Sängerin Loona auf Mallorca besucht. Die Kinder wohnen nicht nur bei ihr: Gemeinsam mit Sibylle Merx von Radio 7 organisiert Loona Ausflüge in die Umgebung und schenkt ihnen Zeit und Aufmerksamkeit. „Schon letztes Mal habe ich gemerkt, wie wichtig das für meine Gäste ist“, so die Künstlerin, „im Krankenhausalltag geht das doch oft unter.“ Wie wertvoll diese Woche sei, zeige sich auch oft wieder zuhause, betont Sibylle Merx. „Die Kinder zehren so lange von ihren Erlebnissen auf der Insel und verkraften Rückschläge in der Behandlung manchmal besser, indem sie sich die Bilder dieser Tage wieder ins Gedächtnis rufen“, so Merx.

Revolution zum Dorffest
Enten oder keine Enten, das ist hier die Frage. Pünktlich zum Dorffest, das am 15. August ansteht, wird in Can Picafort und den Inselparlamenten mal wieder heiß diskutiert. In dem kleinen Dorf an der Ostküste der Insel war das „Entenwerfen“ über 70 Jahre lang fester Bestandteil und Höhepunkt der örtlichen Feierlichkeiten. Der Brauch ist schnell erklärt und längst nicht so dramatisch, wie von Tierschützern angenommen: Während die Dorfjugend im knietiefen Wasser vor dem Strand in Position stand, warfen Helfer der Gemeinde von Booten aus lebendige Enten ins Wasser: Diese galt es dann, mit den Händen zu fangen und zurück an Land zu bringen. Die meisten Vögel wurden zwar anschließend wieder freigelassen, das ein oder andere Exemplar landete aber auch süß-sauer auf dem Esstischen der Nachbarschaft.
China-Tanker verklappt Öl
Spanien hat Ende Juli eine Strafe von 510.000 Euro gegen eine chinesische Reederei erwirkt. Deren Frachtschiff Da Peng Wan hatte Ende April circa 13 Meilen vor Dragonera an Mallorcas Südwestküste auf offener See seine Dieseltanks gereinigt und die Öl-Reste ins Meer gespült. Ein Satellit der Europäischen Agentur für Meeressicherheit entdeckte den Ölteppich, die balearische Seenotrettung identifizierte dann mit Hilfe des Identifikationssystems AIS (Automatic Identification System) den chinesischen Tanker als Verursacher. Die Chinesen haben auf Widerspruch verzichtet und die Strafe bereits bezahlt.
Strandführer für Rolli-Fahrer
Die Stadt Palma stellte Ende Juli einen neuen Strandführer für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Personen vor. An den Stränden von Can Pere Antoni, Platja de Palma, Cala Estancia, Cala Major und Ciudad Jardin stehen jetzt neben Holzrampen bis ans Wasser und Amphibien-Rollstühlen auch behindertengerechte Duschen zur Verfügung. Den kompletten Strandführer gibt es auf deutsch auf unserer Website unter www.el-aviso.com/bfs.pdf
Weniger Quallen erwartet
Laut ozeanografischem Institut gibt es diesen Sommer deutlich we-niger Quallen an den Küsten Mallorcas als im Vorjahr. Eine genaue Voraussage wollten die Forscher aber nicht machen, da Wind- und Meeresströmungen für die Verteilung der Quallen verantwortlich seien und diese sich nicht berechnen lassen.
Löchrige Rohre
Es ist noch nicht lange her, dass auf Mallorca im Sommer akute Wasserknappheit herrschte: Von 1995 bis 2000 mussten die Behörden über sechs Millionen Tonnen Trinkwasser mit einem riesigen Tanker vom Festland auf die Insel transportieren. Umso erschreckender sind die Ergebnisse einer Studie der Balearenuniversität: Im Wasserleitungsnetz der Insel versickert viel mehr Wasser als bisher angenommen. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Ivan Murray fanden heraus, dass ein Viertel des Trinkwassers auf dem Weg durch die Rohre verloren geht. In absoluten Zahlen hieß das für das Jahr 2007 bei einem Gesamtverbrauch von 84 Millionen Kubikmetern einen Verlust von 30 Millionen Kubikmetern in dem Versorgungsnetz. Das entspricht dem dreifachen Fassungsvermögen der beiden Stauseen Gorg Blau und Cúber. Als Hauptgrund für die Sickerverluste führt Murray die alten Rohre an.
Neue Thermalquellen entdeckt
Das einzige Thermalbad Mallorcas bei Campos könnte bald Konkurrenz bekommen. Denn nicht nur in den Tiefen von San Juan de la Font Santa in der Gemeinde Campos sprudelt heißes Wasser, auch bei Llucmajor, Lloret und Costix gibt es unterirdische Heißwasservorkommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine mehrjährige Studie des Geologischen Institut Spaniens.
Kostenlos im Internet surfen
Palma hat im April vier kostenlose W-Lan-Spots für Urlauber und Anwohner eingerichtet. Auf dem Paseo de Borne, im Parc de Llevant und in den Vierteln Flassaders und s’Escorxador können sich Internetnutzer gratis ins Netz einwählen. Allein in der Umgebung des Borne nutzten in der einmonatigen Probezeit 1.300 Menschen den drahtlosen Internetzugang.
14-Meter-Wal angetrieben
Ende April haben Hobbyfischer vor Capdepera einen riesigen toten Finnwal entdeckt. Das acht Tonnen schwere Tier war vermutlich krank. Wenige Tage vor der Entdeckung des Kadavers hatten Fischer eine Gruppe von sieben oder acht Exemplaren der zweitgrößten Walart der Welt entdeckt. Die sozialen Tiere begleiteten das Familienmitglied vermutlich zum Sterben bis vor die Küste Mallorcas. Der Seerettungsdienst hat das vierzehn Meter lange Tier inzwischen geborgen, um Kollisionen mit Schiffen zu vermeiden.
Neuer Zug aus Deutschland
Inselpräsident Antich und Verkehrsminister Vicens haben Ende März den Grundstein für die neue Bahnstrecke zwischen Artá und Manacor gelegt. Die tram-tren genannten Züge sollen die Vorteile von Straßenbahnen und Nahverkehrszügen kombinieren. Innerhalb der Ortschaften fahren sie 30 km/h, außerhalb errreichen sie eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Gebaut werden die Triebwagen von der deutschen Firma Vossloh. Die ersten Passagiere sollen schon Mitte 2011 befördert werden.
Später Frost zerstört Ernte
Temperaturen von bis zu sieben Grad unter Null haben Mitte März große Teile der Ernte zerstört. In der Gegend um Llucmajor sind Mandeln und Johannisbrot völlig vernichtet. Im Nordosten rechnen die Bauern mit bis zu 60 Prozent Verlust. Auch die Kartoffelernte hat schwer unter dem späten Frost gelitten. Die Bauern rechnen mit Einbußen von bis zu 20 Prozent.
Kaffeefahrt in das Industriegebiet
Eine kostenlose Busfahrt zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Insel? Von den vermeintlich attraktiven Angeboten lassen sich vor allem älterere Semester gerne anlocken. Die zweifelhaften Fuhrunternehmer lauern den Senioren direkt vor den Hotels in Urlaubsorten wie El Arenal, Paguera oder Cala Ratjada auf und animieren sie mit falschen Versprechungen zum Einstieg in den Bus.
Ibiza tanzt, Mallorca schläft
In einer lauen Nacht barfuss im Sand tanzen, köstliche Drinks unter dem Sternenhimmel genießen und den Tag am Meer bei guter Musik ausklingen lassen – davon träumen junge Touristen auf der ganzen Welt. Auf unserer Nachbarinsel Ibiza hat man das schon zu Francos Zeiten erkannt, die Strandpartys in den Chiringuitos der Partyinsel sind berüchtigt, und die Jugend Europas dankt es, in dem sie jährlich wiederkommt und ihre Ersparnisse auf der Insel lässt.
Rekordregen: Stauseen voll
Einer der regenreichsten Winter in der Geschichte Mallorcas hat die Stauseen der Insel gut gefüllt. Laut Umweltministerium erreichte der See Gorg Blau im März eine Auslastung von 99,92 Prozent, der benachbarte Cúber -Stausee war im letzten Monat immerhin zu 91,51 Prozent gefüllt. Die Niederschlagsmenge in den Monaten Januar bis März war zweimal höher als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Wenn das die Angela wüsste…
Dass der Weihnachtsbaum in Mallorca keine Tradition hat, versteht sich schon aus botanischen Gründen: Nadelhölzer dieser Art gibt es auf der Mittelmeerinsel schlicht nicht. Mallorcas Katholiken schmücken im Dezember mit viel Liebe ihre riesigen Weihnachtskrippen. Dabei fehlt es ihnen nicht an Humor: Diskret versteckt verrichtet der traditionelle Caganer sein Geschäft…
Mallorca rennt…
…dieses Jahr woanders lang: Zur 6. Auflage des TUI Marathons in Palma ist die Streckenführung weiter optimiert worden. Natürlich geht es auch in diesem Jahr durch die malerischen Gassen der historischen Altstadt und entlang der Küste bis hin zum Ziel unterhalb der Kathedrale im Parc de la Mar, aber kleinere Korrekturen sollen das Lauferlebnis noch attraktiver gestalten.
Schlangenplage in Capdepera
In Capdepera haben Jäger im vergangenen Jahr über hundert Schlangen gesichtet, die auf den Balearen eigentlich nicht vorkommen. Die Hufeisen- und Eidechsennattern werden bis zu zwei Metern lang, sind aber laut Angaben des Umweltministeriums für Menschen ungefährlich. Die Tiere ernähren sich nur von Vögeln, Mäusen und Ungeziefer. Eine Lösung gibt es nicht: “Wir müssen lernen, mit ihnen zu leben”, so der Rat eines Zoologen.
Musiker aus aller Welt
Über 500 Musiker und Sänger renommierter Konzert- und Opernhäuser werden nach Palma reisen, um bei der siebten Ausgabe des Festivals MúsicaMallorca mitzuwirken. “Ich freue mich sehr darüber, dass die Künstler dank des hohen Anspruchs und des gesellschaftlichen Stellenwerts unserer Konzertprogramme das Festival zu einem ihrer liebsten Auftrittsorte erklärt haben”, sagt der Künstlerische Direktor Toyo Masanori Tanaka.
Unterricht im Container
Zu Beginn des neuen Schuljahres müssen viele Schüler mit einem Container als Klassenzimmer vorlieb nehmen. Die grossen Blechkisten sind nicht nur hässlich, sondern auch teuer: 25.000 Euro gibt das Ministerium für Erziehung und Kultur monatlich für die Miete der 65 “Fertig-Schulen” aus. Die Container werden vor allem da eingesetzt, wo die alten Schulgebäude zu klein oder zu baufällig sind.
Viel weniger Fluggäste
Auf Mallorcas Flughafen sind von Januar bis August 1,2 Millionen Passagiere weniger gelandet als im selben Zeitraum des Vorjahres. Das entspricht einem Rückgang von 7,4 Prozent. Insgesamt kamen in den acht Monaten 15,1 Millionen Passagiere an. Tröstlich: Erstmals war Son Sant Joan der spanische Flughafen mit dem zweitgrößten Passagieraufkommen hinter Madrid.
Proteste gegen Zug nach Artá
Der Widerstand gegen den geplanten Verlauf der Zugstrecke Manacor-Arta wird immer heftiger. Vor der Enteignung ihrer Grundstücke haben jetzt Betroffene einen Verein gegründet, der in kurzer Zeit über 200 Mitglieder gewinnen konnte. Statt der geplanten Zugstrecke fordert die Bürgerinitiative die Einrichtung eines Busnetzes, das 20 Ortschaften im Inselosten miteinander verbinden soll. Informationen gibt es auch auf Deutsch auf www.alternativaaltren. blogspot.com.
Saisonarbeiter ohne Jobs
Yolanda Ferran* ist verzweifelt: “Ich kann die Miete für meine Wohnung nicht mehr bezahlen. Wenn nicht bald ein Wunder geschieht, sitze ich mit meinen Kindern auf der Straße.” Die allein erziehende Mutter ist eine sogenannte Saisonkraft, sie arbeitete in den vergangenen zehn Jahren jeden Sommer als Servicekraft in einem Hotel in Arenal. Im Winter lebte die Spanierin von Arbeitslosengeld und Gelegenheitsjobs. Doch diesen Sommer hat Ferran noch keine Festanstellung gefunden, das Arbeitslosengeld ist nach sechs Monaten ausgelaufen und vom Sozialamt bekommt sie gerade mal 350 Euro – zu wenig für ein Leben mit etwas Würde.
Hitzerekord in Sóller
Obwohl der Mai zu Beginn eher kühl war, konnte am Flughafen von Palma gegen Ende des Monats ein neuer Hitzerekord gemessen werden: 34 Grad zeigte das Thermometer am 21. Mai an. Vor über 15 Jahren lag der letzte Rekordwert für den Wonnemonat bei 33,4 Grad. In Sóller stieg die Temperatur im letzten Monat sogar auf 37 Grad an – seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es im Norden der Insel im Mai noch nie so heiß.
Mit Vodoo zum Sex gezwungen
Palmas Polizei hat im Mai zwei Männer verhaftet, die auf der Insel einen nigerianischen Mädchenhändlerring leiteten. Die Männer hatten gemeinsam mit 21 Mittätern zahlreiche Frauen aus Nigeria nach Mallorca und auf das Festland geschleust, um sie hier als Prostituierte arbeiten zu lassen. Die Mädchenhändler haben die religiösen Frauen durch Vodoo-Rituale verängstigt und gefügig gemacht.

Geldwäsche für Al Qaida?
Wurde Al Qaida von Mallorca aus finanziert? Dieser Frage gehen nach Angaben der mallorquinischen Tageszeitung Ultima Hora momentan Agenten des FBI und der spanischen Polizei nach. Eine mögliche Verbindung entdeckten Fahnder bei der Durchsicht von 2007 beschlagnahmten Papieren.
Toter Segler im Fischernetz
Fischer haben auf dem offenen Meer in der Nähe von Puerto de Andratx die Leiche des deutschen Seglers gefunden, der Ende März bei einem Sturm von Bord einer Segelyacht gefallen war. Der Mann war mit drei weiteren Deutschen trotz schlechten Wetters und hoher See von Puerto de Andratx in Richtung Ibiza aufgebrochen. Nachdem eine Welle alle vier Männer von Bord des Schiffes gespült hatte, gelang es nur drei von ihnen, wieder auf das Boot zu gelangen. Die Fischer fanden die Leiche beim Einholen eines Netzes.
Protest gegen Bahnstrecke
Das Vorhaben der Balearenregierung, eine Bahnverbindung von Manacor nach Artá in Betrieb zu nehmen, stösst auf wenig Gegenliebe. Anwohner der Grundstücke, die entlang der geplanten Trasse liegen, wehren sich gegen die geplanten Enteignungen. In Manacor demonstrierten außerdem 500 Bürger gegen den Verlauf der Strecke über die palmengesäumte Hauptstrasse der Stadt. Die Demonstranten fordern bessere Busverbindungen anstatt des Neubaus der Bahnstrecke.
Cirque Bouffon wieder in Palma
Am 29. Mai schlägt der Cirque Bouffon einmal mehr sein Zelt in Palma auf. Im Parque de Mar unterhalb der Kathedrale startet der Zirkus im Stil des “Noveau Cirque” seine neue Europatournee. Der Titel der neuen Show “Angell” steht für einen Engel, der in einer Parallelwelt zwischen Himmel und Hölle gefangen ist. Die Besucher erwartet erstklassige Artistik, phantastische Kostümierung und traumhafte Musik. Viele weitere Informationen und die Vorverkaufsstellen finden Sie auf der Website www. cirque-bouffon.de.
Kondome vor der Kathedrale
Die politische Jugendorganisation “Junge Sozialisten” hat Mitte April vor Palmas Kathedrale über 1.000 Kondome kostenlos an Passanten verteilt. Die Jugendlichen wollten auf diese Weise gegen die Haltung der katholischen Kirche zu Themen wie Verhütung und Abtreibung protestieren.
Kriegstanz & Blasmusik
Völker aller Länder, tanzt gemeinsam!” könnte das Motto des XIII Folklore-Festivales auf Mallorca lauten. Vom 14. bis zum 18. April verwandelt sich Palma in die Weltmetropole des Volkstanzes. Die Stadt beherbergt mehrere hundert Musiker und Tänzer und stellt den Schauplatz für ein farbenfrohes Fest mit spektakulären, prachtvollen sowie mitreissenden Tänzen.
Neuer Besitzer für Cabrera
Der südöstlich von Mallorca gelegene Felsenarchipel Cabrera steht ab dem 1. Juli unter der Verwaltung der Inselregierung. Bisher hatte die Zentralregierung den Naturschutzpark von Madrid aus geleitet. Die Balearenregierung erhält nun jährlich 4,8 Millionen Euro aus Madrid, um den Park zu unterhalten.
Mehr Polizei für El Arenal
Die Gemeinde Llucmajor hat dieses Jahr 106 “Urlauber-Polizisten“ unter Vertrag. Die Beamten wurden speziell für den Einsatz in El Arenal und anderen touristischen Gebieten der Gemeinde geschult. Sie verfügen ausserdem über Basiskenntnisse der wichtigsten Fremdsprachen.
Studenten sperren Straße
Ein Sitzstreik von Studenten auf der Carretera Valldemossa, die unmittelbar an der Universität vorbeiführt, hat ein gewaltsames Ende genommen. Die Studenten blockierten die Straße über mehrere Stunden, um gegen den Plan von Bolona (eine europäische Hochschulreform), zu demonstrieren. Die Guardia Civil räumte die Strasse unter Einsatz von Schlagstöcken, zehn Studenten und zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt.
Hai-Alarm vor Formentera
In der Meerenge zwischen Ibiza und Formentera wurde Mitte März mindestens ein Riesenhai gesichtet. Der zweitgrößte Fisch der Welt sieht zwar furchterregend aus, ernährt sich aber ausschließlich von Plankton. Er wird bis zu zwölf Metern lang und sein ständig geöffnetes Maul hat ein Durchmesser von 1,80 Metern. So kann er bis zu 2.000 Tonnen Wasser in der Stunde nach Plankton durchfiltern. Meeresbiologe Manu San Félix aus Formentera sprach sogar von zwei oder drei Exemplaren dieser Haiart, die momentan in den Gewässern der Balearen unterwegs sind. Sobald die Tiere in einigen Wochen kein Plankton mehr finden, werden sie das Mittelmeer in Richtung Schottland verlassen.
EU will Dimonis verbieten
Der große Feuerteufel-Umzug am 25. Januar in Palma könnte der letzte dieser Art gewesen sein: Das Europäische Parlament hat ein Gesetz erlassen, das Feuerspektakel mit im Funkenregen tanzenden Zuschauern verbietet. Aus Sicherheitsgründen müsse ein Abstand von 8 bis 15 Metern zwischen den Feuerwerkselementen der Dimonis und den Zuschauern eingehalten werden. Am 7. Februar wollen die Feuerteufel-Gruppen der Insel in Palma gegen das Gesetz protestieren.
Bauprojekte gegen Krise
119 verschiedene Bauvorhaben will Palmas Stadt verwaltung 2009 realisieren, um die Auswirkungen der Krise auf den Bausektor abzuschwächen. Geplant sind neue Strassen, zahlreiche Infra strukturmaßnahmen und mehrere Parkanlagen. Insgesamt sollen so über 1000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Bürgermeisterin Calvo bat die Einwohner um “Geduld und Verständnis” für die zahlreichen Baustellen.
Machtwechsel im Fußballclub
Mateu Alemany ist der neue Präsident des Fußballclubs Real Mallorca. Der Rechtsanwalt stand dem Club schon von 2000 bis 2005 vor und löst Vicenç Grande ab. Alemany hat nun bis Juni Zeit, einen Käufer für Mallorcas Erstligisten zu finden. Der Verkauf war notwendig geworden, nachdem der bisherige Präsident und Eigentümer Grande sich im Baugeschäft verspekuliert hatte.
Gasplattform gestrandet
Während der starken Stürme Ende Januar sind ein Katamaran und eine Plattform, von der aus Arbeiten an der Gaspipeline in der Bucht von Palma ausgeführt wurden, an Land gespült worden. Ausserdem wurden die Aussenmole und der Leuchtturm des Hafens von Puerto de Andratx schwer beschädigt. Der eine Million Euro teure Katamaran hatte sich von der Boje, an der er in der Bucht von Santa Ponsa vertäut war, losgerissen und war an die Felsen unterhalb eines Hotels in der Bucht gespült worden. Der entstandene Sachschaden beträgt ca 200.000 Euro. Wenige Tage danach wurde eine Arbeitsplattform der Gaspipeline Opfer der hohen Wellen: Sie lief südlich des Flughafens bei Can Pastilla auf Grund. Gefahr für die Umwelt bestand nach Angaben der Regierung nicht, da auf der Plattform keine umweltschädlichen Stoffe gelagert sind.

Food, Fetisch & Miró
Palmas Vorzeigemuseum Es Baluard feiert in diesem Jahr seinen fünften Geburtstag und beschenkt sich selbst mit insgesamt acht Ausstellungen hochkarätiger Künstler. Den Anfang macht ab dem 30. Januar einer der bekanntesten deutschen Gegenwartskünstler: Das Museum zeigt Werke von Anselm Kiefer. 15 großformatige Bilder, alle aus der Sammlung Grothe stammend, geben einen Überblick über das Schaffen des Künstlers von Anfang der Achtziger bis heute.
Kennzeichen von Donald
Kaum zu glauben, aber wahr: Im Zuge des amerikanischen “Kriegs gegen den Terror” flogen die Amerikaner entführte mutmaßliche Terroristen nicht nur über die amerikanische Basis Ramstein, sondern auch über Mallorca aus. Zwischen den Ferienfliegern von LTU und Airberlin standen auf Palmas Flughafen damals auch die fliegenden Gefängnisse der CIA, die willkürlich entführte Menschen in Staaten brachten, in denen Folter legal ist.
Geländewagen sind out
Der schleppende Verkauf von Gebrauchtwagen auf der Insel hat für Käufer sein gutes: Die Händler bieten je nach Modell zwischen 10 und 15 Prozent Rabatt. Vor allem Geländewagen sind momentan günstig zu haben, sie gehören zu den Fahrzeugen, deren Absatz am deutlichsten zurückgegangen ist.
Namen 2008: Paula & Marc
Die beliebtesten Namen für Neugeborene auf den Balearen waren 2008 Paula und Marc. Auf Platz zwei folgten Maria und Alejandro, Platz drei in der Namenshitliste belegen Lucia und Pau. Die am häufigsten vorkommenden Namen bei Erwachsenen der Inseln sind übrigens wie auch in Gesamtspanien – Maria und Antonio.
Immer mehr Abtreibungen
Im Jahr 2007 haben mehr als 16.000 Frauen auf den Balearen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen. Die Inseln sind damit nach Madrid die Region mit der zweithöchsten Abtreibungsrate des Landes.
Rekordregen fordert 4 Tote
276 Liter pro Quadratmeter: Soviel Regen wie bei den Unwettern Mitte Dezember ist seit 1944 nicht mehr gefallen. Wegen der zahlreichen Überschwemmungen mussten zwei Militärhubschrauber und 48 Soldaten vom Festland eingesetzt werden. In Cala Ratjada starben vier Bauarbeiter beim Einsturz eines Hotels.
U-Bahn wird kaum genutzt
Die U-Bahn von Palma zur Universität ist in den letzten fünf Monaten nur von zwei Millionen Passagieren benutzt worden. Um rentabel zu sein, hätten mindestens acht Millionen Fahrgäste den unterirdischen Zug verwenden müssen.
Papá Noel ist pleite
Der Weihnachtsmann wird 2008 auf Mallorca wohl nicht ganz so schwer zu tragen haben wie in den Vorjahren. Um das Weihnachtsgeschäft trotz Krise zu retten, haben Kaufhäuser und Läden auf der Insel noch frühzeitiger mit dem Weihnachtsverkauf begonnen als bisher. Zudem gibt es ordentlich Rabatt, vor allem auf Spielzeug: Im El Corte Ingles sind 30 Prozent des Spielzeugangebotes schon jetzt um 60 Prozent reduziert.
Scheinehe für 3.000 Euro
Die Polizei hat auf Mallorca 30 Personen festgenommen, die Scheinehen zwischen Spanierinnen und Nigerianern arrangiert haben. 3.000 Euro erhielten die einheimischen Frauen, damit sie den Männern durch die Heirat ein Bleiberecht in Spanien verschafften. Die Bande mit Hauptsitz in Alicante hat in ganz Spanien ungefähr 600 Scheinehen organisiert.
Nordic-Walking Rundwege
In Alcúdia stehen den Freunden des Nordic-Walking seit neuestem drei extra ausgewiesene Strecken zur Verfügung: die beiden etwa sechs Kilometer langen Rundwege “Ruta des Barcarés” und “Ruta de la Victòria” sowie die 13 Kilometer lange “Ruta des Coll Baix”, die aber nur für fortgeschrittene Walker empfohlen wird. Detaillierte Karten der Routen sowie Nordic Walking Stöcke erhalten Interessierte in Alcúdias Wanderhütte La Victoria. Informationen unter Tel.: 971 54 55 42.
Weniger Geld für Frauen
Frauen verdienen auf den Balearen 21,2 Prozent weniger als Männer in der gleichen Position. Im Jahr 2006 verdienten männliche Arbeitnehmer auf den Inseln im Durchschnitt 18.095 Euro, Frauen hingegen nur 15.750 Euro.
84 Prozent mehr Scheidungen
Die Zahl der Ehescheidungen ist auf Mallorca stark angestiegen. Während sich in den ersten drei Monaten des Jahres 649 Paare scheiden ließen, waren es im Zeitraum von April bis Juni 2008 schon 1155 Scheidungen, das entspricht einer Steigerung von 84 Prozent.
Streik am Flughafen?
Im Dezember droht am Flughafen von Palma ein Streik des Bodenpersonals. Gewerkschaftsvertreter des Flughafenpersonals kündigten einen unbefristeten Streik ab dem 5.12. an. Die Arbeiter wollen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen, die von der Krise in der Luftfahrtbranche bedroht sind.

Heute kein Nachtisch?
Der Gang zum Lieblingsrestaurant könnte demnächst vor verschlossenen Türen enden: Viele Restaurants der Insel leiden empfindlich unter der Krise und ihren Auswirkungen. So haben in Palmas beliebtem Ausgehviertel Santa Catalina in den letzen Wochen gleich mehrere Wirte aufgegeben: Das beliebte argentinische Restaurant Chimichurri in der Calle San Magin schloß seine Pforten ebenso wie das Ublo an der Plaza Progreso. Und Sasha Tarsey, Chef des benachbarten Restaurantes Fábrica 23, verzeichnete 2008 nach eigenen Angaben 45 Prozent weniger Einnahmen als im Vorjahr.
Mehr Züge für die Insel
Endlich ist es soweit: Regional- und Zentralregierung haben ein Abkommen über die Finanzierung von Eisenbahn-Projekten auf den Inseln unterschrieben. Für die Jahre 2008 bis 2011 stehen demnach 443 Millionen Euro für Neu- und Ausbauten von Schienennetzen zur Verfügung. Geplant sind Verbindungen von Sa Pobla nach Alcudia und von Manacor nach Arta, eventuell mit Verlängerung bis nach Cala Ratjada. Auch die Strassenbahn von El Arenal über den Flughafen über Palma bis nach Santa Ponsa soll ab nächsten Sommer gebaut werden.
Palma ohne "de Mallorca"
Jetzt ist es offiziell: Die Stadt Palma heißt “Palma”, und nichts weiter. Der Zusatz “de Mallorca” wird laut der offiziellen Eintragung im Register für Orts- und Städtenamen Spaniens nicht mehr geführt. Auslöser für die Namensanpassung ist das aus dem Jahr 2003 stammende Autonomiestatut der Balearen, in dem nur noch von “Palma” die Rede ist. Tatsächlich hatte die Hauptstadt von Mallorca bis ins 18. Jahrhundert nur den Kurznamen. Erst die spanische Post führte den Zusatz “de Mallorca” ein, um Verwechslungen mit der Kanareninsel La Palma und dem auf Gran Canaria gelegenen Las Palmas vorzubeugen. Für viele Mallorquiner wird das keine große Umstellung bedeuten: Sie sprechen von Palma ohnehin nur als “ciutat”, also der “Stadt”.
Müll aus Afrika angeschwemmt
Die 75 Müllboote der Balearenregierung haben im Verlauf des Jahres 224 Tonnen Abfall aus den Küstengewässern der Inseln gefischt, davon 69 Tonnen Plastikmüll. Darunter waren arabisch beschriftete Plastiktüten aus Nordafrika, aber auch ein Mülleimer der Gemeinde Malaga.

In Seenot vor Mallorca
Starke Nerven bewiesen Anfang September zwei Franzosen, die auf der Rückfahrt von Cabrera nach Colonia Sant Jordi Schiffbruch erlitten. Der Mann und die Frau waren mit ihrem kleinen Katamaran gekentert und es gelang ihnen nicht, das Segelboot wieder aufzurichten.
Flugzeuge stillgelegt
Die Mitarbeiter der vom Konkurs bedrohten Airline Futura wollen mit eigenwilligen Methoden die Zahlung ihrer noch ausstehenden Gehälter sichern: Um zu verhindern, dass die Flugzeuge ins Ausland gebracht und dort verkauft werden, “verschwanden” wichtige Maschinenteile bei allen Fliegern der auf Mallorca in Sichtweite der Autobahn geparkten Flotte. Die Futura-Angestellten wollen die Flugzeuge als eine Art Faustpfand einbehalten, um so ihre Gehälter zu sichern.
Todesfalle Mittelstreifen
In den vergangenen fünf Jahren sind auf Mallorca 21 Menschen bei Frontalzusammenstössen auf Autobahnen ums Leben gekommen. Bei sämtlichen Unfällen war einer der Unfallwagen auf die andere Fahrbahn geraten, weil auf den Mittelstreifen keine Leitplanken installiert sind. Die meisten tödlichen Zusammenstösse ereigneten sich auf der Autobahn von Palma nach Inca. Die Balearenregierung will daher bis nächstes Jahr alle autopistas mit zusätzlichen Leitplanken ausstatten.
Wilde Ziegen in Andratx
Das Landwirtschaftsministerium hat im Sommer zahlreiche wilde Ziegen in Wohnsiedlungen eingefangen. Vor allem in Andratx und der Tramuntana verirren sich die Tiere auf der Suche nach Futter, da sie in den Bergen wegen der Trockenheit nicht mehr ausreichend Nahrung finden. Die Tiere werden zwar meist lebend eingefangen, dann aber in den Naturparks der Insel geschlachtet und an andere Wildtiere verfüttert.
Tapas-Tour durch Palma
Leckere Häppchen bieten zahlreiche Restaurants in Palma vom 8. bis 12. Oktober an. Besucher der Tapasmesse haben vier verschiedenen Routen zur Auswahl: Santa Catalina, Lonja, Plaza España und Zentrum. Neu in diesem Jahr: Für Ticket-Inhaber müssen die teilnehmenden Restaurants die Hälfte ihrer Tische reserviert halten. Außerdem sollen Getränke in kleineren Portionen ausgegeben werden, damit die Gäste zügig von einem Restaurant zum nächsten ziehen können. Einzelheiten gibt es unter www. tapalma.es
Marathon am 19. Oktober
Der Marathon in Palma feiert seinen fünften Geburtstag. Am 19. Oktober starten wieder um die 5.000 Läufer, diesmal vom neuen Start-/ Zielbereich im Parc de la Mar, direkt unterhalb der Kathedrale. Die Teilnehmer werden in drei verschiedenen Disziplinen an den Start gehen: Marathon, Halbmarathon und 10-km-Lauf. Ergänzt wird der Inselmarathon durch ein buntes Rahmenprogramm mit Live-Musik, Kinderprogramm und dem Kids Run am Vortag. Anmeldungen sind noch bis zum Veranstaltungswochenende möglich. Weitere Informationen unter www. tui-marathon.com.
Europäer gehen wandern
Am 18. Oktober veranstalten die Ciudadanos Europeos einmal mehr ihre Solidaritätswanderung zugunsten behinderter Mitbürger. Die Strecke führt vom Rathaus Calvià zur Finca Galatzó. Weitere Informationen unter Telefon 971 13 91 08.
Echte Enten geworfen
Und sie flogen doch: Beim traditionellen Dorffest in Can Picafort ist es auch in diesem Jahr einigen Vermummten gelungen, von zwei kleinen Gummibooten aus mehrere lebende Enten auf das Meer zu “werfen”. Bis 2006 war es auf dem Dorffest Tradition, auf dem Meer freigelassene Enten schwimmend einzufangen und an Land zu bringen. Seit 2006 dürfen per Gesetz statt echter Tiere nur noch Gummienten “gejagt” werden. Trotzdem gelingt es den Verfechtern der alten Tradition jedes Jahr wieder, auch eine begrenzte Anzahl echter Tiere auszusetzen. Im Dorf werden die Täter inzwischen als Helden gefeiert. Selbst auf dem offiziellen Plakat wurden maskierte Entenwerfer abgebildet. Die Balearenregierung hat für nächstes Jahr eine stärkere Polizeipräsenz angekündigt, um das Werfen zu verhindern.
400 Köpfe katapultiert...
150 Schiffe, 1.500 Ritter und 15.000 Fußsoldaten: Die Armada zur Befreiung Mallorcas von den Mauren war gewaltig. Nicht nur Adel und Klerus, sondern vor allem Händler und Gewerbetreibende hatten Schiffe und Kämpfer zur Verfügung gestellt. Unter der Herrschaft der Araber hatte sich Mallorca zu einem Stützpunkt für arabische Piraten entwickelt. Die Freibeuter überfielen spanische Handelsschiffe und behinderten den gesamten Warenverkehr im Mittelmeer. Sogar Dörfer und Städte auf dem spanischen Festland haben sie von Mallorca aus angegriffen.
Protest gegen Obdachlose
Der Streit um das neue Obdachlosenheim in Es Molinar geht weiter: Rund 150 Anwohner des beliebten, am Meer gelegenen Stadtviertels störten Ende August ein Straßenfest, um gegen den Bau des Heimes zu protestieren. Die in einem Nachbarschaftsverein organisierten Demonstranten fürchten als Folge der neuen sozialen Einrichtung vor allem höhere Kriminalität und sinkende Immobilienpreise. Befürworter des Heimes kritisieren die Demonstranten wegen ihrer teilweise rechtsradikalen Haltung gegenüber den Obdachlosen.
Mehr Haustiere ausgesetzt
Mallorcas Tierschutzverein verzeichnet in diesem Jahr besonders viele ausgesetzte Haustiere. Bis zum Ende des Jahres rechnen die Verantwortlichen mit bis zu 7.000 Tieren, die in die Tierheimen gebracht oder einfach in der Natur ausgesetzt werden. Viele der Tiere sind ihrem Alter zufolge Weihnachtsgeschenke gewesen, die nun doch keiner haben will. Immer öfter werden aber auch Hunde ausgesetzt, weil die Rasse nicht mehr “in Mode” ist.
Keine Dusche in Ses Salines
Keine Dusche zur Stosszeit: Die Einwohner von Ses Salines leiden seit vier Jahren jeden Hochsommer unter mangelndem Wasserdruck in ihrem Leitungssystem. Insbesondere während der Morgen- und Abendstunden ist es kaum möglich zu duschen. Entnervt wollen die Bürger nun eine Unterschriftenkampagne im Rathaus und bei dem zuständigen Gemeindeverband vorlegen.
Der Bulle auf Malle
Ruth Drexel steht als Mama Berghammer wieder vor der Kamera. Die Dreharbeiten der 69. Episode “Abenteuer Mallorca” der Serie “Der Bulle von Tölz” mit Ottfried Fischer, Katharina Abt und Ruth Drexel haben begonnen. Gedreht wird auf Mallorca und in Bad Tölz.

55 Tage bis zur Operation
Die Zustände sind katastrophal: Exakt 11.078 Patienten des staatlichen Gesundheitssystems befinden sich zur Zeit auf der Warteliste für einen operativen Eingriff. Das sind 1.195 Personen mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Durchschnittlich 55,7 Tage müssen sich die Patienten laut Angaben des Gesundheitsministeriums momentan bis zu ihrer Operation gedulden. 78,5 Prozent der Personen auf der Warteliste sehen einer Wartezeit von bis zu 90 Tagen entgegen. Weitere 18,7 Prozent werden voraussichtlich erst in 91 bis 150 Tagen einen OP-Termin erhalten, 2,8 Prozent warten sogar zwischen 151 und 180 Tagen.
Nachtschwämer trinken weniger
Der Umsatzrückgang ist beträchtlich: 20 Prozent weniger haben Mallorcas Bars und Restaurants in diesem Sommer bisher eingenommen. Schuld an der Misere ist laut Angaben des Gastronomieverbands der Balearen unter anderem die Polizei: Aufgrund der stetig steigenden Zahl an Alkoholkontrollen trinken die Gäste in Bars und Discotheken nicht mehr soviel oder bleiben gleich zuhause. Aber auch in den Restaurants ist der Umsatz gefallen. “Die Gäste kommen zwar noch, geben aber nur die Hälfte aus,” so Präsident Juan Cabrera. Insbesondere bei Familien machten sich die steigenden Hypothekenzinsen bemerkbar. In den Badeorten stören vor allem die All-Inclusive-Angebote das Geschäft der Bars.
Knast: Wärter als Dealer
Unter Palmas Gefängniswärtern gab es gleich zwei organisierte Banden: Beide Gruppen versorgten Häftlinge jahrelang mit Drogen. Verhaftet wurden die Dealer, nachdem die Frau des Gefängnisdirektors ein Tierherz im Briefkasten fand. Durch das Packpapier konnten die Fahnder die Spur zurückverfolgen.
Quallenbänke gesichtet
Sowohl im Norden Menorcas als auch im Kanal zwischen Ibiza und Mallorca haben Beobachter des Umweltministeriums riesige Quallenbänke entdeckt. Schon an der Oberfläche zählten die Wissenschaftler durchschnittlich fünf Medusen pro Quadratmeter. Die Experten gehen deshalb davon aus, dass in tieferen Lagen eine Dichte von bis zu 50 Quallen pro Kubikmeter zu finden ist. Obwohl die Schwärme geortet wurden, können die Fischer sie noch nicht einfangen. In zu weiter Entfernung von der Küste schwimmt die Mehrzahl der Tiere noch zu tief, um ihnen mit Netzen habhaft werden zu können.
Mit dem König am Strand…
Der Präsident von Venezuela Hugo Chavez traf am 25. Juli überraschend auf Mallorca mit König Juan Carlos zusammen. Es war das erste Treffen der beiden Staatsoberhäupter nach dem inzwischen berühmten Wutausbruch des Königs. Juan Carlos hatte im November auf dem Iberoamerikanischen Gipfel in Chile mit dem Ausspruch “Por qué no te callas?" (“Warum hältst du nicht den Mund?") zum Schweigen gebracht. Als Antwort begrüsste der Venezuelaner den König jetzt auf Mallorca mit den Worten “Por qué no vamos a la playa?” (“Warum gehen wir nicht an den Strand?”). Chavez verglich Mallorca bei seinem Besuch wegen der hochsommerlichen Temperaturen mit der Karibik: “Ich fühle mich als wäre ich auf Kuba oder Jamaica”, so der Präsident.
Kathedrale wird entsalzt
Die Kathedrale La Seu wird renoviert. Neben der Unkrautbeseitigung und dem Ersetzen beschädigter Mares-Steinelemente wollen die Restaurateure auch die Salzkruste von der Fassade entfernen. Insgesamt soll die Renovierung des Wahrzeichens knapp zwei Millionen Euro kosten. Die Regierung übernimmt vorraussichtlich die Hälfte der Kosten.
"Bilder im Kopf"
Der Autor Andreas Schlüter hat gemeinsam mit Mario Giordano sein neues Kinderbuch “Pangea – der achte Tag” veröffentlicht. Wir trafen den Wahlmallorquiner in seinem Haus in Porreres.
Robbe und Wal entdeckt
Gleich zwei sensationelle Tierfunde deuten darauf hin, dass sich das Mittelmeer langsam erholt: Ein Hobby-Taucher konnte im Juni an Mallorcas Westküste Fotos der als ausgestorbenen geltenden Mönchsrobbe machen. Der Mann traf in einer Höhle überraschend auf das drei Meter lange Tier. Das letzte Exemplar dieser Mittelmeerbewohner war auf den Balearen vor 50 Jahren von der Guardia Civil erschossen worden.
How to spend it...?
Sie überlegen, einen Teil Ihrer Zeit oder Ihres Geldes in Not geratenen Menschen, dem Tierschutz oder der Umwelt zu widmen? Im Zuge von Spendenskandalen ist es nicht immer leicht, sich für ein Hilfswerk zu entscheiden. Daher bieten wir Ihnen an dieser Stelle einen (unvollständiger) Überblick über seriöse Organisationen auf Mallorca.
Nadal kritisiert Regierung
Mallorcas Tennisstar Rafael Nadal hat seine Zusammenarbeit mit der Balearenregierung aufgekündigt. Der Vertrag, der noch unter der Vorgängerregierung abgeschlossen worden war, sah eine Co-Finanzierung des Profi-Tenniszentrums von Nadal in Manacor vor, im Gegenzug machte Nadal umsonst Werbung für die Inseln, so auch auf der Tourismusmesse in London. Doch die Regierung unter Präsident Francesc Antich hat die Gelder für das Tenniszentrum jetzt überraschend gestrichen, die Familie Nadal darauf hin jegliche Zusammenarbeit mit der Regierung aufgekündigt.
Blitzschlag tötet 30 Schafe
Der Bauer traute seinen Augen kaum: Nach den schweren Juni-Unwettern fand er dreißig seiner Schafe tot auf einer Wiese bei Porreres auf. Die Tiere hatten vermutlich unter einem Baum Zuflucht gesucht, der dann vom Blitz getroffen worden war. Anzeichen von Verbrennungen wiesen die Tiere jedoch nicht aus. Das balearische Landwirtschaftsministerium untersucht den Vorfall.
Durstige Diebe gefasst
Die Guardia Civil hat in Port de Pollenca zwei Männer festgenommen, die in einer Bar 53 Fässer Bier gestohlen haben. Unter Verdacht gerieten die beiden Männer mit langem Vorstrafenregister, weil sie in Magaluf schon einmal festgenommen worden waren – wegen des gleichen Deliktes.
Leben im Keller
Von den Menschen, die auf der Strasse vorbeigehen, sieht Juanita nur die Füße. Die kleinen Fenster des feuchten Kellers in Palmas Altstadt sind auf Höhe der Strasse. Was sich dahinter verbirgt, bleibt den vorbeischlendernden Urlaubern verborgen: Auf dreißig Quadratmetern leben hier neun Personen, zusammengepfercht in drei dunklen Räumen. Und das ist kein Einzelfall.
Mallorca zu verkaufen
Vicenç Grande, Eigentümer des Fußballclubs Real Mallorca, hat sich verspekuliert. Durch die Krise im Bausektor kann er seinen zahlreichen Verpflichtungen bei den Banken der Insel nicht mehr nachkommen und braucht dringend Geld. Das will er jetzt durch den Verkauf des Fußballvereins beschaffen. Gerüchten zufolge soll der Club für 40 bis 50 Millionen den Besitzer wechseln.
Illegales Casino in El Arenal
Die Polizei hat Mitte Mai in El Arenal zwei illegale Spielkasinos entdeckt. Die von einem deutschen Staatsbürger betriebenen Lokale hatten zwar vom Roulettetisch bis zu Spielautomaten alles, was das Spielerherz begehrt – nur die notwendigen Lizenzen nicht. Die Polizei ließ die Kasinos schließen.
Zu wenig Sand in Cala Agulla
Der größte Strand des beliebten Badeortes Cala Ratjada hat diesen Winter so viel Sand verloren, dass zahlreiche Felsen hervorgetreten sind. Jetzt sind die Hoteliers sauer, weil die Regierung trotz gegenteiliger Versprechen den Sand nicht vor Saisonbeginn vom Grund zurück an Land gepumpt hat.
Mein Freund der Richter
Es geht doch nichts über die richtigen Freunde. Bis Mitte April war die Inselrätin Dolca Mulet, noch Angeklagte in mehren Fällen von Veruntreuung öffentlicher Gelder. Aus gutem Grund: Die Anhängerin der Union Mallorquina (UM) hatte in ihrer Zeit als Kulturbeauftragte des Inselrates zahlreiche Gruppenreisen mit Steuergeldern bezahlt. Diese Reisen waren als kulturelle Bildungsausflüge getarnt, endeten aber regelmässig in einen Vergnügungspark in Katalonien. Besonders dreist: Viele der angeblichen Reise-Teilnehmer waren zum Zeitpunkt des Ausfluges schon seit mehreren Jahren verstorben.
Calvià feiert den Europatag
Zahlreiche Bands und Musiker aus Mallorca und verschiedenen europäischen Ländern werden auch dieses Jahr wieder für eine ganz besondere Stimmung sorgen: Am 11. Mai veranstaltet die Tourismusrätin der Gemeinde Calvià Kate Mentink schon das vierte Jahr in Folge den Europatag am Paseo Maritimo von Palmanova. Auf dem palmengesäumten Strandboulevard erwarten die Besucher ausserdem über 70 Stände mit kulinarischen Genüssen aus ganz Europa, Schmuck und Kunsthandwerk. Für die kleinen Gäste gibt es neben einer Hüpfburg auch einen Malwettbewerb und zahlreiche Spiele.
Professor klaut 700.000 Euro
Damia Vidal, ehemaliger Direktor der Informatik-Abteilung der Balearenregierung, ist wegen Veruntreuung von Steuergeldern festgenommen worden. Der Universitätsprofessor hatte nicht nur Rechnungen gefälscht, sondern auch mit der Kreditkarte der Abteilung Möbel, Kleidung und ein Auto für den Privatgebrauch im Gesamtwert von über 80.000 Euro bezahlt.
Tango-Festival: Tickets gewinnen!
Auf Mallorcas Tango-Festival spielen dieses Jahr das argentinische Quintett Don Baires mit dem Bandoneonisten Nicolás Biebel sowie Gustavo Rosas und Gisela Natoli. Die Konzerttermine: 3. Mai um 21 Uhr im Iberostar Hotel Albufera Playa in Playa de Muro (mit Tanz ab 22.30 Uhr), 4. Mai um 20 Uhr im Teatro Santanyí, (C/. Obispo Verger, Santanyí) und 9. Mai um 21 Uhr im Casal de Cultura de Peguera, C/. Prins 17, Paguera. EL AVISO verlost unter allen Tangoliebhabern auf Mallorca zwei mal zwei Eintrittskarten für das Konzert am 9. Mai in Peguera. Am Gewinnspiel teilnehmen kann man ausschließlich per E-Mail an elaviso aaat media-more punkt com (Bitte vollständige Adresse und Telefonnummer angeben.) Einsendeschluß ist der 6. Mai, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf unter 647 527 553 oder an der Abendkasse. Weitere Informationen über Tango-Veranstaltungen auf Mallorca sind im Internet unter www.tango-mallorca.net erhältlich. Wir wünschen Ihnen viel Glück!
Haschisch am Strand
Da staunten die Badegäste nicht schlecht: Ende April wurde am Stadtstrand von Palma ein blaues Paket angeschwemmt. Nach kurzer Untersuchung alarmierten die Finder die Polizei, die das 30 Kilo schwere, wasserdicht verpackte Haschisch beschlagnahmte.
Golfplatz oder Orchidee?
Eigentlich geht es um eine kleine, zarte Pflanze – doch die hat solches Gewicht, dass sogar langjährige Gemeinderatskoalitionen daran zerbrechen. Die Rede ist vom Großen Sumpfknabenkraut, einer Orchideenart, die laut Angaben des Umweltschutzverbandes GOB in ganz Europa nur noch in Son Bosc, einem feuchten Randgebiet des Naturschutzparkes Albufeira, vorkommt. Das Problem: Ausgerechnet dort soll nun ein Golfplatz errichtet werden.
Kranke Urlauber kosten Geld
Im vergangenen Jahr wurden 6.647 deutsche Touristen in den Krankenhäusern und Notfallzentren der Inseln behandelt. Die Kosten für die Behandlung der deutschen Besucher lagen bei mehr als 2,7 Millionen Euro. Die Briten stellten zwar mit 7.905 Kranken die höchste Zahl an Patienten, generierten aber mit 2,5 Millionen Euro weniger Gesamtkosten. Insgesamt kostete die medizinische Versorgung ausländischer Urlauber im vergangenen Jahr knapp acht Millionen Euro.
Strom vom Festland
In zwei Jahren soll Mallorca über ein Unterwasserkabel Strom vom Festland erhalten. Laut aktueller Planung wird das Kabel am Strand von Santa Ponsa aus dem Wasser an Land geführt. Die Gemeinde Calvià fordert deshalb nun finanzielle Ausgleichzahlungen der anderen Gemeinden Mallorcas, falls die Installationen den Strand verkleinern. Auch unter Umweltschutzorganisationen wie dem GOB regt sich Widerstand gegen die Verkabelung.
Palmas Altstadt immer beliebter
Die Preise steigen weiter: Im Durchschnitt 4.400 Euro kostet der Quadratmeter Wohnfläche inzwischen am Paseo Marítimo und in renovierten Wohnungen der Altstadt von Palma. Damit gehören die beiden Gegenden zu den teuersten ganz Spaniens. Am anderen Ende der Preisskala liegt das Viertel Son Gotleu außerhalb der Via Cintura: Dort ist der Quadratmeter schon für 1.900 Euro zu haben.
Banküberfall in Son Servera
Bei einem Banküberfall Ende März konnte ein mit einem Messer bewaffneter Täter 9.000 Euro in der Sa Nostra-Filiale von Son Servera erbeuten. Dabei wurde er von den Überwachungskameras der Bank gefilmt, was der Polizei die Identifizierung des Täters deutlich erleichterte. Der Mann war laut Zeugenaussagen erst im Januar aus dem Gefängnis entlassen worden – er hatte eine Haftstrafe wegen bewaffneten Banküberfalls abgesessen…
Spekulation: Vergoldete Äcker
Klevere Bauunternhemer haben rund um Palma riesige Flächen Ackerland gekauft. Sie warten auf die nächste Bodenreform und hoffen auf riesige Gewinne.
Oralsex mit Häftling
Eine Angestellte des Gefängnisses von Palma hat einen ihrer Kollegen dabei ertappt, wie er einen Häftling oral befriedigte. Der ungewöhnliche Vorfall kommt nun vor Gericht. Dem geständigen Beamten droht eine Höchststrafe von 15 Jahren Haft wegen sexueller Aggression.
Geldautomaten manipuliert
Auf Mallorca mehren sich erneut Betrugsdelikte an Geldautomaten. Die Täter verändern die Kartenleser der Automaten so, dass die Geldkarte der Opfer zunächst einbehalten wird. Dann tritt einer der Betrüger selbst als vermeintlicher Helfer in der Not auf den Plan und fordert das Opfer auf, erneut die Geheimnummer einzugeben. Die Karte verbleibt weiterhin im Automaten und dem Opfer wird versichert, es könne sie sich am folgenden Tag innerhalb der Öffnungszeiten der Bank abholen. Der Gauner aber verfügt nun über den PIN-Code, kann die Karte später entfernen und das Konto damit leer räumen.
Mehr illegale Mülldeponien
Im Gemeindegebiet von Llucmajor häufen sich Meldungen von illegalen Mülldeponien. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um Bauschutt, den Bauunternehmen auf diese Weise gratis entsorgen, statt auf den legalen Mülldeponien die hohen Entsorgungsgebühren zu bezahlen. Wer bei der illegalen Müllbeseitigung erwischt wird, zahlt bis zu 3.000 Euro Strafe.
Grafitti auf Polizeirevier
Seit Wochen klagen die Einwohner von Arta über die extreme Zunahme von Graffitis, die den Ort verunstalten. Jetzt hat die Polizei eine Gruppe von 20 Jugendlichen, darunter sieben Minderjährige, als Urheber der Kritzeleien überführt. Die dreisten Jugendlichen hatten dummerweise vor einigen Tagen auch das Polizeirevier an der Plaça des Pes verunstaltet und wurden dabei von einer Überwachungskamera gefilmt. Für die Reinigungskosten müssen bei den Minderjährigen nun die Eltern aufkommen.
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