Steine gegen Prostituierte

Ende August schritten die wütenden Anwohner von Magaluf zur Selbst­­jus­tiz: Weil die Polizei nichts unternahm, bewarfen sie eine Gruppe von zwanzig Prostituierten mit Steinen. Als die Frauen in den Autos ihrer Zuhälter Schutz suchten, zersplitterten unter einem weiteren Steinhagel die Fensterscheiben der Fahrzeuge. Nur durch das spätere Eingreifen der Polizei konnten schwerere Verletzungen verhindert werden.

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Bauruine in Toplage

Ein Wahrzeichen der Sky­line Palmas sollte es wer­den, ein Impuls für den Tourismus in der Inselhauptstadt – jetzt droht dem Kongresspalast eine Zukunft als Bauruine. Schon im Sommer vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass das Touristikunternehmen Barceló, einst wichtigster Anteilseigner des Projektes, aus dem Vertrag mit Stadt und Inselregierung ausgestiegen war. Als Begründung gab Barceló die zahlreichen Abweichungen vom ursprünglichen Bauvorhaben an. Beobachter vermuten aber die Krise als Grund für den Rückzug.

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Abriss von Neubauten?

Im Rahmen der Sanierung der Playa de Palma will das zuständige Konsortium unter Vorsitz der umstrittenen Politikerin Magarita Najerea mit dem Abriss erster Häuser beginnen – und zwar von Neubauten aus den Jahren 2002 und 2007 in Can Pastilla. Dort sollen ein breiter Boulevard und eine Tiefgarage entstehen. Die Bewohner der Appartementblocks protestieren, auch die Stadt Palma lehnt den Abriss der Häuser ab.

Alkoholisierte Balkonkletterer

Eine seltsame „Sportart“ betreiben junge und meist alkoholisierte Touristen auf den Inseln: „Balconing“ nennt sich das gefährliche Spiel, bei dem die Jugendlichen von Balkon zu Balkon klettern oder gar versuchen, vom Balkon aus in den Hotelpool zu springen. Bis Anfang August sind 30 junge Menschen bei diesen Versuchen gestürzt, vier verletzten sich dabei tödlich, die meisten zogen sich schwere Verletzungen zu. Alkohol war fast immer mit im Spiel.

Kranke Kinder besuchen Loona

Normalerweise besteht ihr Tagesablauf aus Untersuchungen, Hoffen und Bangen. Vier an Leukämie erkrankte Kinder des Tumorzentrums Ulm haben ihre Krankheit jetzt aber für eine Woche hinter sich gelassen und die Sängerin Loona auf Mallorca besucht. Die Kinder wohnen nicht nur bei ihr: Gemeinsam mit Sibylle Merx von Radio 7 organisiert Loona Ausflüge in die Umgebung und schenkt ihnen Zeit und Aufmerksamkeit. „Schon letztes Mal habe ich gemerkt, wie wichtig das für meine Gäste ist“, so die Künstlerin, „im Krankenhausalltag geht das doch oft unter.“ Wie wertvoll diese Woche sei, zeige sich auch oft wieder zuhause, betont Sibylle Merx. „Die Kinder zehren so lange von ihren Erlebnissen auf der Insel und verkraften Rückschläge in der Behandlung manchmal besser, indem sie sich die Bilder dieser Tage wieder ins Gedächtnis rufen“, so Merx.

Revolution zum Dorffest

Enten oder keine Enten, das ist hier die Frage. Pünktlich zum Dorffest, das am 15. August ansteht, wird in Can Picafort und den Inselparlamenten mal wieder heiß diskutiert. In dem kleinen Dorf an der Ostküste der Insel war das „Entenwerfen“ über 70 Jahre lang fester Bestandteil und Höhepunkt der örtlichen Feierlichkeiten. Der Brauch ist schnell erklärt und längst nicht so dramatisch, wie von Tierschützern angenommen: Während die Dorfjugend im knietiefen Wasser vor dem Strand in Position stand, warfen Helfer der Gemeinde von Booten aus lebendige Enten ins Wasser: Diese galt es dann, mit den Händen zu fangen und zurück an Land zu bringen. Die meisten Vögel wurden zwar anschließend wieder freigelassen, das ein oder andere Exemplar landete aber auch süß-sauer auf dem Esstischen der Nachbarschaft.

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China-Tanker verklappt Öl

Spanien hat Ende Juli eine Strafe von 510.000 Euro gegen eine chinesische Reederei erwirkt. Deren Fracht­schiff Da Peng Wan hatte Ende April circa 13 Meilen vor Dragonera an Mallorcas Südwestküste auf offener See seine Dieseltanks gereinigt und die Öl-Reste ins Meer gespült. Ein Satellit der Europäischen Agentur für Meeressicherheit entdeckte den Ölteppich, die balearische Seenotrettung identifizierte dann mit Hilfe des Identifikationssys­tems AIS (Automatic Identification System) den chinesischen Tanker als Verursacher. Die Chinesen haben auf Widerspruch verzichtet und die Strafe bereits bezahlt.

Strandführer für Rolli-Fahrer

Die Stadt Palma stellte Ende Juli einen neuen Strandführer für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Personen vor. An den Stränden von Can Pere Antoni, Platja de Palma, Cala Estancia, Cala Major und Ciudad Jardin stehen jetzt neben Holzrampen bis ans Wasser und Amphibien-Rollstühlen auch behindertengerechte Duschen zur Verfügung. Den kompletten Strandführer gibt es auf deutsch auf unserer Website unter www.el-aviso.com/bfs.pdf

Weniger Quallen erwartet

Laut ozeanografischem Institut gibt es diesen Sommer deutlich we­-niger Quallen an den Küsten Mallorcas als im Vorjahr. Eine genaue Voraussage wollten die Forscher aber nicht machen, da Wind- und Meeresströmungen für die Verteilung der Quallen verantwortlich seien und diese sich nicht berechnen lassen.

Löchrige Rohre

Es ist noch nicht lange her, dass auf Mallorca im Sommer akute Wasserknappheit herr­schte: Von 1995 bis 2000 mussten die Behörden über sechs Millionen Tonnen Trinkwasser mit einem riesigen Tanker vom Festland auf die Insel transportieren. Umso erschreckender sind die Ergebnisse einer Studie der Balearenuniversität: Im Wasserleitungsnetz der Insel versickert viel mehr Wasser als bisher angenommen. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Ivan Murray fanden heraus, dass ein Viertel des Trinkwassers auf dem Weg durch die Rohre verloren geht. In absoluten Zahlen hieß das für das Jahr 2007 bei einem Gesamtverbrauch von 84 Millionen Kubikmetern einen Verlust von 30 Millionen Kubikmetern in dem Versorgungsnetz. Das entspricht dem dreifachen Fassungsvermögen der beiden Stauseen Gorg Blau und Cúber. Als Hauptgrund für die Sickerver­luste führt Murray die alten Rohre an.

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Neue Thermalquellen entdeckt

Das einzige Thermalbad Mallorcas bei Campos könnte bald Konkurrenz bekommen. Denn nicht nur in den Tiefen von San Juan de la Font Santa in der Gemeinde Campos sprudelt heißes Wasser, auch bei Llucmajor, Lloret und Costix gibt es unterirdische Heißwasservorkommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine mehrjährige Studie des Geologischen Institut Spaniens.

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Kostenlos im Internet surfen

Palma hat im April vier kostenlose W-Lan-Spots für Urlauber und Anwohner eingerichtet. Auf dem Paseo de Borne, im Parc de Llevant und in den Vierteln Flassaders und s’Escorxador können sich Internetnutzer gratis ins Netz einwählen. Allein in der Umgebung des Borne nutzten in der einmonatigen Probezeit 1.300 Menschen den drahtlosen Internetzugang.

14-Meter-Wal angetrieben

Ende April haben Hobbyfischer vor Capdepera ei­nen riesigen toten Finnwal entdeckt. Das acht Tonnen schwere Tier war vermutlich krank. Wenige Tage vor der Entdeckung des Kadavers hatten Fischer eine Gruppe von sieben oder acht Exemplaren der zweitgrößten Walart der Welt entdeckt. Die sozialen Tiere begleiteten das Familienmitglied vermutlich zum Sterben bis vor die Küste Mallorcas. Der Seerettungsdienst hat das vierzehn Meter lange Tier inzwischen geborgen, um Kollisionen mit Schiffen zu vermeiden.

Neuer Zug aus Deutschland

Inselpräsident Antich und Verkehrsminister Vicens haben Ende März den Grundstein für die neue Bahnstrecke zwischen Artá und Manacor gelegt. Die tram-tren genannten Züge sollen die Vorteile von Straßenbahnen und Nahverkehrszügen kombinieren. Innerhalb der Ortschaften fahren sie 30 km/h, außerhalb errreichen sie eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Gebaut werden die Triebwagen von der deutschen Firma Voss­loh. Die ersten Passagiere sollen schon Mit­te 2011 befördert werden.

Später Frost zerstört Ernte

Temperaturen von bis zu sieben Grad unter Null haben Mitte März große Teile der Ernte zerstört. In der Gegend um Llucmajor sind Mandeln und Johannisbrot völlig vernichtet. Im Nordosten rechnen die Bauern mit bis zu 60 Prozent Verlust. Auch die Kartoffelernte hat schwer unter dem späten Frost gelitten. Die Bauern rechnen mit Einbußen von bis zu 20 Prozent.

Kaffeefahrt in das Industriegebiet

Eine kostenlose Busfahrt zu den schönsten Se­hens­­würdigkeiten der In­sel? Von den vermeintlich at­trak­tiven Angeboten lassen sich vor allem älterere Semester gerne anlocken. Die zweifelhaften Fuhrun­ter­­nehmer lauern den Seni­oren direkt vor den Hotels in Urlaubs­orten wie El Arenal, Paguera oder Cala Ratjada auf und animieren sie mit falschen Verspre­ch­ungen zum Ein­stieg in den Bus.

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Ibiza tanzt, Mallorca schläft

In einer lauen Nacht barfuss im Sand tanzen, köstliche Drinks unter dem Sternenhimmel genießen und den Tag am Meer bei guter Musik ausklingen lassen – davon träumen junge Touristen auf der ganzen Welt. Auf unserer Nachbarinsel Ibiza hat man das schon zu Francos Zeiten erkannt, die Strandpartys in den Chiringuitos der Partyinsel sind berüchtigt, und die Jugend Europas dankt es, in dem sie jährlich wiederkommt und ihre Ersparnisse auf der Insel lässt.

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Rekordregen: Stauseen voll

Einer der regenreichsten Winter in der Geschichte Mallorcas hat die Stauseen der Insel gut gefüllt. Laut Umweltministerium erreichte der See Gorg Blau im März eine Auslastung von 99,92 Prozent, der benachbarte Cúber -Stausee war im letzten Monat immerhin zu 91,51 Prozent gefüllt. Die Niederschlagsmenge in den Monaten Januar bis März war zweimal höher als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Wenn das die Angela wüsste…

Dass der Weih­nachts­baum in Mallorca keine Tradition hat, versteht sich schon aus botanischen Grün­den: Nadelhölzer dieser Art gibt es auf der Mittel­meerinsel schlicht nicht. Mallorcas Katholiken schmücken im Dezember mit viel Liebe ihre riesigen Weihnachtskrippen. Dabei fehlt es ihnen nicht an Humor: Diskret versteckt verrichtet der traditionelle Caganer sein Geschäft…

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Mallorca rennt…

…dieses Jahr woanders lang: Zur 6. Auflage des TUI Marathons in Palma ist die Streckenführung weiter optimiert worden. Natürlich geht es auch in diesem Jahr durch die malerischen Gassen der historischen Altstadt und entlang der Küste bis hin zum Ziel unterhalb der Kathedrale im Parc de la Mar, aber kleinere Korrekturen sollen das Lauf­erlebnis noch attraktiver gestalten.

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Schlangenplage in Capdepera

In Capdepera haben Jä­ger im vergangenen Jahr über hundert Schlan­­gen gesichtet, die auf den Ba­learen eigentlich nicht vorkommen. Die Huf­eisen- und Eidechsen­nat­tern werden bis zu zwei Metern lang, sind aber laut Angaben des Um­welt­­ministeriums für Men­schen ungefährlich. Die Tiere ernähren sich nur von Vögeln, Mäusen und Ungeziefer. Eine Lösung gibt es nicht: “Wir müssen lernen, mit ihnen zu leben”, so der Rat eines Zoologen.

Musiker aus aller Welt

Über 500 Musiker und Sänger renommierter Konzert- und Opernhäuser werden nach Palma reisen, um bei der siebten Aus­gabe des Festivals Músi­caMallorca mitzuwirken. “Ich freue mich sehr darüber, dass die Künstler dank des hohen Anspruchs und des gesellschaftlichen Stel­lenwerts unserer Kon­zert­programme das Festi­val zu einem ihrer liebsten Auf­trittsorte erklärt ha­ben”, sagt der Künstler­ische Di­rektor Toyo Masanori Ta­naka.

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Unterricht im Container

Zu Beginn des neuen Schuljahres müssen vie­le Schüler mit einem Con­tainer als Klassen­zim­mer vorlieb nehmen. Die grossen Blechkisten sind nicht nur hässlich, sondern auch teuer: 25.000 Euro gibt das Minis­ter­ium für Erziehung und Kultur monatlich für die Miete der 65 “Fertig-Schulen” aus. Die Con­tai­ner werden vor allem da eingesetzt, wo die alten Schulgebäude zu klein oder zu baufällig sind.

Viel weniger Fluggäste

Auf Mallorcas Flughafen sind von Januar bis Au­gust 1,2 Millionen Passa­giere weniger gelandet als im selben Zeitraum des Vor­jahres. Das entspricht ei­nem Rückgang von 7,4 Prozent. Insge­samt ka­men in den acht Mona­ten 15,1 Milli­onen Passa­giere an. Tröstlich: Erstmals war Son Sant Joan der spanische ­Flug­hafen mit dem zweitgrößten Passagier­auf­kom­men hinter Madrid.

Proteste gegen Zug nach Artá

Der Widerstand gegen den geplanten Verlauf der Zugstrecke Manacor-Arta wird immer heftiger. Vor der Enteignung ihrer Grundstücke haben jetzt Betroffene einen Verein ge­gründet, der in kurzer Zeit über 200 Mitglieder gewinnen konnte. Statt der geplanten Zugstrecke fordert die Bürger­ini­tia­tive die Einrichtung eines Bus­netz­es, das 20 Ort­schaf­ten im Inselosten miteinander verbinden soll. In­formationen gibt es auch auf Deutsch auf www.alternativa­altren. blogspot.com.

Saisonarbeiter ohne Jobs

Yolanda Ferran* ist verzweifelt: “Ich kann die Miete für meine Wohnung nicht mehr bezahlen. Wenn nicht bald ein Wunder ge­schieht, sitze ich mit meinen Kindern auf der Straße.” Die allein erziehende Mutter ist eine sogenannte Saison­kraft, sie arbeitete in den vergangenen zehn Jahren jeden Sommer als Servicekraft in einem Hotel in Arenal. Im Winter lebte die Spanierin von Arbeitslosengeld und Gelegenheitsjobs. Doch diesen Sommer hat Ferran noch keine Festan­stellung gefunden, das Ar­beitslosengeld ist nach sechs Monaten ausgelaufen und vom Sozialamt be­kommt sie gerade mal 350 Euro – zu wenig für ein Leben mit etwas Würde.

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Hitzerekord in Sóller

Obwohl der Mai zu Be­ginn eher kühl war, konnte am Flughafen von Palma gegen Ende des Monats ein neuer Hitzerekord gemessen werden: 34 Grad zeigte das Thermometer am 21. Mai an. Vor über 15 Jahren lag der letzte Re­kordwert für den Won­nemonat bei 33,4 Grad. In Sóller stieg die Tem­peratur im letzten Monat sogar auf 37 Grad an – seit Beginn der Wet­ter­aufzeich­nun­gen war es im Norden der Insel im Mai noch nie so heiß.

Mit Vodoo zum Sex gezwungen

Palmas Polizei hat im Mai zwei Männer verhaftet, die auf der Insel ei­nen nigerianischen Mäd­­chenhändlerring leiteten. Die Männer hatten gemeinsam mit 21 Mittä­tern zahlreiche Frauen aus Nigeria nach Mal­lorca und auf das Fest­land geschleust, um sie hier als Prostituierte ar­beiten zu lassen. Die Mädchenhändler haben die religiösen Frauen durch Vodoo-Rituale verängstigt und gefügig ge­macht.


Geldwäsche für Al Qaida?

Wurde Al Qaida von Mallorca aus finanziert? Dieser Frage gehen nach Angaben der mallorquinischen Tageszeitung Ultima Hora momentan Agenten des FBI und der spanischen Polizei nach. Eine mögliche Verbindung entdeckten Fahnder bei der Durchsicht von 2007 be­schlagnahmten Papieren.

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Toter Segler im Fischernetz

Fischer haben auf dem offenen Meer in der Nähe von Puerto de Andratx die Leiche des deutschen Seglers gefunden, der Ende März bei einem Sturm von Bord einer Segelyacht gefallen war. Der Mann war mit drei weiteren Deutschen trotz schlechten Wetters und hoher See von Puerto de Andratx in Richtung Ibiza aufgebrochen. Nachdem eine Welle alle vier Män­ner von Bord des Schiffes gespült hatte, gelang es nur drei von ihnen, wieder auf das Boot zu gelangen. Die Fischer fanden die Leiche beim Einholen eines Netzes.

Protest gegen Bahnstrecke

Das Vorhaben der Ba­lea­renregierung, eine Bahn­verbindung von Manacor nach Artá in Betrieb zu nehmen, stösst auf wenig Gegen­liebe. Anwohner der Grund­stücke, die entlang der geplanten Trasse liegen, wehren sich gegen die geplanten Enteig­nungen. In Mana­cor de­monstrierten außerdem 500 Bürger gegen den Verlauf der Strecke über die palmengesäumte Hauptstrasse der Stadt. Die Demon­stranten fordern bessere Busverbin­dungen an­statt des Neu­baus der Bahn­strecke.

Cirque Bouffon wieder in Palma

Am 29. Mai schlägt der Cirque Bouffon einmal mehr sein Zelt in Palma auf. Im Parque de Mar unterhalb der Kathe­dra­le startet der Zirkus im Stil des “Noveau Cir­que” sei­ne neue Europa­tournee. Der Titel der neuen Show “Angell” steht für einen Engel, der in einer Pa­rallelwelt zwischen Him­mel und Hölle gefangen ist. Die Besucher erwar­tet erstklassige Artistik, phan­tastische Kostü­mie­rung und traumhafte Mu­sik. Viele weitere Infor­ma­tionen und die Vor­verkaufsstellen finden Sie auf der Website www. cirque-bouffon.de.

Kondome vor der Kathedrale

Die politische Jugend­or­­ganisa­tion “Junge So­zia­lis­ten” hat Mitte April vor Palmas Ka­the­drale über 1.000 Kon­dome kostenlos an Pas­santen verteilt. Die Ju­gend­lichen wollten auf diese Weise gegen die Haltung der katholischen Kirche zu The­men wie Verhütung und Abtrei­bung protes­tieren.

Kriegstanz & Blasmusik

Völker aller Länder, tanzt gemeinsam!” könnte das Motto des XIII Folklore-Festivales auf Mal­lorca lauten. Vom 14. bis zum 18. April verwandelt sich Palma in die Weltme­tropole des Volks­tanzes. Die Stadt beherbergt mehrere hundert Musiker und Tänzer und stellt den Schau­platz für ein farbenfrohes Fest mit spektakulären, prachtvollen sowie mitreissenden Tänzen.

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Neuer Besitzer für Cabrera

Der südöstlich von Mal­lorca gelegene Felsen­arch­i­pel Cabrera steht ab dem 1. Juli unter der Verwaltung der Inselre­gierung. Bisher hatte die Zentralregierung den Na­turschutzpark von Ma­drid aus geleitet. Die Ba­learenregierung er­hält nun jährlich 4,8 Millionen Euro aus Madrid, um den Park zu unterhalten.

Mehr Polizei für El Arenal

Die Gemeinde Lluc­ma­jor hat dieses Jahr 106 “Urlauber-Po­li­zisten“ un­ter Vertrag. Die Be­am­ten wurden speziell für den Einsatz in El Arenal und anderen touristischen Gebieten der Ge­meinde geschult. Sie ver­fügen ausserdem über Ba­siskenntnisse der wich­tigsten Fremd­spra­­chen.

Studenten sperren Straße

Ein Sitzstreik von Stu­denten auf der Carre­te­ra Valldemossa, die un­mittelbar an der Uni­ver­sität vorbeiführt, hat ein gewaltsames Ende ge­nom­men. Die Stu­den­ten blockierten die Straße über mehrere Stunden, um gegen den Plan von Bolona (eine europäische Hochschul­reform), zu demonstrieren. Die Guardia Civil räumte die Strasse unter Ein­satz von Schlagstöcken, zehn Studenten und zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt.

Hai-Alarm vor Formentera

In der Meerenge zwischen Ibiza und For­men­tera wurde Mitte März mindestens ein Rie­­sen­hai ge­sichtet. Der zweitgrößte Fisch der Welt sieht zwar furchterregend aus, ernährt sich aber ausschließlich von Plankton. Er wird bis zu zwölf Me­tern lang und sein ständig geöffnetes Maul hat ein Durch­messer von 1,80 Metern. So kann er bis zu 2.000 Tonnen Wasser in der Stunde nach Plank­ton durchfiltern. Meeres­bi­o­­loge Manu San Félix aus Formen­tera sprach sogar von zwei oder drei Ex­emplaren dieser Hai­art, die momentan in den Gewässern der Balearen unterwegs sind. Sobald die Tiere in einigen Wochen kein Plankton mehr finden, werden sie das Mittelmeer in Rich­tung Schottland verlassen.

EU will Dimonis verbieten

Der große Feuerteufel-Umzug am 25. Januar in Palma könnte der letzte dieser Art gewesen sein: Das Europäische Parla­ment hat ein Gesetz erlassen, das Feuerspek­takel mit im Funken­regen tanzenden Zu­schau­ern verbietet. Aus Sich­erheits­gründen müs­se ein Ab­stand von 8 bis 15 Metern zwischen den Feuer­werks­­elemen­ten der Di­monis und den Zuschau­ern eingehalten werden. Am 7. Februar wollen die Feuerteufel-Gruppen der Insel in Palma gegen das Gesetz protestieren.

Bauprojekte gegen Krise

119 verschiedene Bauvor­haben will Palmas Stadt verwaltung 2009 realisieren, um die Auswirkun­gen der Krise auf den Bausek­tor abzuschwächen. Ge­­plant sind neue Stras­sen, zahlreiche Infra strukturmaßnahmen und mehrere Parkanlagen. Insge­samt sollen so über 1000 Ar­beitsplätze geschaffen wer­den. Bürgermeisterin Calvo bat die Einwohner um “Geduld und Ver­ständnis” für die zahlreichen Baustellen.

Machtwechsel im Fußballclub

Mateu Alemany ist der neue Präsident des Fuß­ballclubs Real Mal­lorca. Der Rechts­an­walt stand dem Club schon von 2000 bis 2005 vor und löst Vicenç Grande ab. Ale­many hat nun bis Juni Zeit, einen Käufer für Mallorcas Erstligisten zu finden. Der Verkauf war notwendig geworden, nachdem der bisherige Präsident und Eigen­tü­mer Grande sich im Bau­geschäft verspekuliert hatte.

Gasplattform gestrandet

Während der starken Stürme Ende Januar sind ein Katamaran und eine Plattform, von der aus Arbeiten an der Gas­pipe­line in der Bucht von Palma ausgeführt wurden, an Land gespült worden. Ausserdem wur­den die Aussenmole und der Leuchtturm des Hafens von Puerto de Andratx schwer beschädigt. Der eine Million Euro teure Katamaran hatte sich von der Boje, an der er in der Bucht von Santa Ponsa vertäut war, losgerissen und war an die Felsen unterhalb ei­nes Hotels in der Bucht gespült worden. Der entstandene Sachschaden beträgt ca 200.000 Euro. Wenige Tage danach wurde eine Arbeits­platt­form der Gaspipeline Op­fer der hohen Wellen: Sie lief südlich des Flug­hafens bei Can Pastilla auf Grund. Gefahr für die Umwelt bestand nach Angaben der Regierung nicht, da auf der Platt­form keine um­welt­schäd­lichen Stof­fe gelagert sind.

Food, Fetisch & Miró

Palmas Vorzeigemuseum Es Baluard feiert in diesem Jahr seinen fünften Geburtstag und beschenkt sich selbst mit insgesamt acht Ausstellungen hoch­karätiger Künstler. Den An­fang macht ab dem 30. Januar einer der bekann­testen deutschen Gegen­wartskünstler: Das Museum zeigt Werke von Anselm Kiefer. 15 großformatige Bil­der, alle aus der Sammlung Grothe stammend, geben einen Überblick über das Schaffen des Künstlers von Anfang der Achtziger bis heute.

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Kennzeichen von Donald

Kaum zu glauben, aber wahr: Im Zuge des ame­rikanischen “Kriegs ge­gen den Terror” flogen die Ameri­ka­ner entführte mutmaßliche Terroristen nicht nur über die amerikanische Basis Ram­stein, sondern auch über Mallorca aus. Zwisch­en den Ferienfliegern von LTU und Airberlin standen auf Pal­mas Flughafen damals auch die fliegenden Gefängnisse der CIA, die willkürlich entführte Men­schen in Staaten brachten, in denen Folter legal ist.

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Geländewagen sind out

Der schleppende Ver­kauf von Gebrauchtwa­gen auf der Insel hat für Käufer sein gutes: Die Händler bieten je nach Modell zwischen 10 und 15 Prozent Rabatt. Vor allem Geländewagen sind momentan günstig zu haben, sie gehören zu den Fahrzeugen, deren Absatz am deutlichsten zurückgegangen ist.

Namen 2008: Paula & Marc

Die beliebtesten Namen für Neugeborene auf den Balearen waren 2008 Pau­la und Marc. Auf Platz zwei folgten Maria und Alejandro, Platz drei in der Namenshitliste be­legen Lucia und Pau. Die am häufigsten vorkommenden Namen bei Er­wachsenen der Inseln sind übrigens wie auch in Gesamtspanien – Maria und Antonio.

Immer mehr Abtreibungen

Im Jahr 2007 haben mehr als 16.000 Frauen auf den Balearen einen Schwan­ger­schaftsab­bruch vornehmen lassen. Die In­seln sind da­mit nach Ma­d­rid die Region mit der zweit­höchsten Ab­trei­bungs­rate des Landes.

Rekordregen fordert 4 Tote

276 Liter pro Quadrat­me­ter: Soviel Regen wie bei den Unwet­tern Mitte De­zember ist seit 1944 nicht mehr gefallen. We­gen der zahlreichen Über­schwem­­mungen mussten zwei Mi­litärhubschrauber und 48 Soldaten vom Festland ein­gesetzt werden. In Cala Rat­jada starben vier Bau­arbeiter beim Ein­sturz ei­nes Hotels.

U-Bahn wird kaum genutzt

Die U-Bahn von Palma zur Uni­ver­sität ist in den letzten fünf Monaten nur von zwei Mil­lio­nen Pas­sa­gieren benutzt worden. Um rentabel zu sein, hätten mindestens acht Mil­lionen Fahrgäste den un­terirdischen Zug verwenden müssen.

Papá Noel ist pleite

Der Weihnachtsmann wird 2008 auf Mallorca wohl nicht ganz so schwer zu tragen haben wie in den Vorjahren. Um das Weih­nachtsgeschäft trotz Krise zu retten, haben Kauf­häuser und Läden auf der Insel noch frühzeitiger mit dem Weihnachtsverkauf begonnen als bisher. Zudem gibt es ordentlich Rabatt, vor allem auf Spielzeug: Im El Corte Ingles sind 30 Prozent des Spiel­zeug­angebotes schon jetzt um 60 Prozent reduziert.

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Scheinehe für 3.000 Euro

Die Polizei hat auf Mal­lorca 30 Personen festgenommen, die Schein­ehen zwischen Spanierinnen und Nigerianern arrangiert haben. 3.000 Euro erhielten die einheimischen Frauen, damit sie den Männern durch die Heirat ein Bleiberecht in Spanien verschafften. Die Bande mit Hauptsitz in Alicante hat in ganz Spanien ungefähr 600 Scheinehen organisiert.

Nordic-Walking Rundwege

In Alcúdia stehen den Freunden des Nordic-Walking seit neuestem drei extra ausgewiesene Strecken zur Verfügung: die beiden etwa sechs Kilometer langen Rund­wege “Ruta des Bar­carés” und “Ruta de la Victòria” sowie die 13 Kilometer lange “Ruta des Coll Baix”, die aber nur für fortgeschrittene Walker empfohlen wird. Detaillierte Karten der Routen sowie Nordic Walking Stöcke erhalten Interessierte in Alcúdias Wanderhütte La Victo­ria. Informationen unter Tel.: 971 54 55 42.

Weniger Geld für Frauen

Frauen verdienen auf den Balearen 21,2 Pro­zent we­niger als Männer in der gleichen Position. Im Jahr 2006 verdienten männliche Ar­beitnehmer auf den In­seln im Durch­schnitt 18.095 Euro, Frau­en hingegen nur 15.750 Euro.

84 Prozent mehr Scheidungen

Die Zahl der Eheschei­dungen ist auf Mallorca stark angestiegen. Währ­end sich in den ersten drei Monaten des Jahres 649 Paare scheiden ließen, waren es im Zeit­raum von April bis Juni 2008 schon 1155 Schei­dungen, das entspricht einer Steigerung von 84 Prozent.

Streik am Flughafen?

Im Dezember droht am Flughafen von Palma ein Streik des Bodenper­so­nals. Gewerkschafts­ver­treter des Flughafen­per­sonals kündigten einen un­befristeten Streik ab dem 5.12. an. Die Ar­bei­ter wollen für den Erhalt ihrer Arbeits­plätze kämpfen, die von der Krise in der Luft­fahrt­branche be­droht sind.


Heute kein Nachtisch?

Der Gang zum Lieb­lingsrestaurant könnte demnächst vor verschlossenen Türen enden: Viele Res­taurants der Insel leiden empfindlich unter der Krise und ihren Aus­wirkungen. So haben in Palmas beliebtem Ausgeh­viertel San­ta Catalina in den letzen Wo­chen gleich mehrere Wir­te aufgegeben: Das beliebte argentinische Res­taurant Chimichurri in der Calle San Magin schloß seine Pforten ebenso wie das Ublo an der Plaza Progreso. Und Sasha Tarsey, Chef des benachbarten Restaurantes Fábri­ca 23, verzeichnete 2008 nach ei­genen An­gaben 45 Pro­zent weniger Einnah­men als im Vorjahr.

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Mehr Züge für die Insel

Endlich ist es soweit: Re­gional- und Zentralre­gierung haben ein Ab­kommen über die Finan­zierung von Eisenbahn-Projekten auf den Inseln unterschrieben. Für die Jahre 2008 bis 2011 stehen demnach 443 Milli­onen Euro für Neu- und Ausbauten von Schienen­netzen zur Verfügung. Geplant sind Verbin­dun­gen von Sa Pobla nach Alcudia und von Manacor nach Arta, eventuell mit Verlängerung bis nach Cala Ratjada. Auch die Strassenbahn von El Are­nal über den Flug­hafen über Palma bis nach Santa Ponsa soll ab nächsten Sommer ge­baut werden.

Palma ohne "de Mallorca"

Jetzt ist es offiziell: Die Stadt Palma heißt “Pal­ma”, und nichts weiter. Der Zusatz “de Mallorca” wird laut der offiziellen Eintragung im Register für Orts- und Städte­namen Spaniens nicht mehr geführt. Aus­löser für die Namensan­pas­sung ist das aus dem Jahr 2003 stammende Autono­miestatut der Balearen, in dem nur noch von “Pal­ma” die Rede ist. Tat­sächlich hatte die Haupt­stadt von Mallorca bis ins 18. Jahrhundert nur den Kurznamen. Erst die spanische Post führte den Zusatz “de Mallorca” ein, um Verwechslungen mit der Kanareninsel La Palma und dem auf Gran Canaria gelegenen Las Palmas vorzubeugen. Für viele Mallorquiner wird das keine große Um­stel­lung bedeuten: Sie sprechen von Palma ohne­hin nur als “ciutat”, also der “Stadt”.

Müll aus Afrika angeschwemmt

Die 75 Müllboote der Balearenregierung ha­ben im Verlauf des Jahres 224 Tonnen Abfall aus den Küstengewäs­sern der In­seln gefischt, davon 69 Tonnen Plas­tikmüll. Da­runter waren arabisch beschriftete Plas­­tiktüten aus Nord­afri­ka, aber auch ein Mülleimer der Ge­meinde Malaga.


In Seenot vor Mallorca

Starke Nerven bewiesen Anfang September zwei Franzosen, die auf der Rückfahrt von Cabrera nach Colonia Sant Jordi Schiff­bruch erlitten. Der Mann und die Frau waren mit ihrem kleinen Kata­maran gekentert und es gelang ihnen nicht, das Segelboot wieder aufzurichten.

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Flugzeuge stillgelegt

Die Mitarbeiter der vom Konkurs bedrohten Air­line Futura wollen mit eigenwilligen Methoden die Zahlung ihrer noch ausstehenden Gehälter sichern: Um zu verhindern, dass die Flugzeuge ins Ausland gebracht und dort verkauft werden, “verschwanden” wichtige Maschinenteile bei allen Fliegern der auf Mal­lorca in Sichtweite der Auto­bahn geparkten Flot­te. Die Futura-Angestell­ten wollen die Flugzeuge als eine Art Faustpfand einbehalten, um so ihre Ge­hälter zu sichern.

Todesfalle Mittelstreifen

In den vergangenen fünf Jahren sind auf Mallorca 21 Menschen bei Frontal­zusammenstössen auf Autobahnen ums Leben gekommen. Bei sämtlichen Unfällen war einer der Unfallwagen auf die andere Fahrbahn geraten, weil auf den Mittel­streifen keine Leitplan­ken installiert sind. Die meisten tödlichen Zu­sam­men­stösse ereigneten sich auf der Auto­bahn von Palma nach Inca. Die Balearen­re­gier­ung will daher bis nächstes Jahr alle auto­pistas mit zusätzlichen Leitplanken ausstatten.

Wilde Ziegen in Andratx

Das Landwirt­schafts­min­is­terium hat im Sommer zahlreiche wilde Ziegen in Wohnsied­lungen eingefangen. Vor allem in Andratx und der Tra­mun­tana verirren sich die Tiere auf der Suche nach Futter, da sie in den Ber­gen wegen der Trocken­­heit nicht mehr ausreichend Nahrung finden. Die Tiere werden zwar meist lebend eingefangen, dann aber in den Na­turparks der Insel ge­schlachtet und an andere Wildtiere verfüttert.

Tapas-Tour durch Palma

Leckere Häppchen bieten zahlreiche Restaur­ants in Palma vom 8. bis 12. Oktober an. Besucher der Tapasmesse haben vier verschiedenen Rou­ten zur Auswahl: Santa Catalina, Lonja, Plaza España und Zentrum. Neu in diesem Jahr: Für Ticket-Inhaber müssen die teilnehmenden Res­tau­rants die Hälfte ihrer Tische reserviert halten. Außerdem sollen Ge­­tränke in kleineren Por­tionen ausgegeben werden, damit die Gäste zügig von einem Res­taur­ant zum nächsten ziehen können. Einzel­heiten gibt es unter www. tapalma.es

Marathon am 19. Oktober

Der Marathon in Palma feiert seinen fünften Ge­burtstag. Am 19. Oktober starten wieder um die 5.000 Läufer, diesmal vom neuen Start-/ Ziel­bereich im Parc de la Mar, direkt unterhalb der Kathedrale. Die Teil­nehmer werden in drei verschiedenen Diszi­pli­nen an den Start gehen: Marathon, Halbmara­thon und 10-km-Lauf. Ergänzt wird der Insel­marathon durch ein buntes Rah­men­pro­gramm mit Live-Musik, Kinder­programm und dem Kids Run am Vortag. An­mel­dungen sind noch bis zum Ver­anstal­tungs­wo­ch­en­ende möglich. Wei­tere Infor­mationen unter www. tui-marathon.com.

Europäer gehen wandern

Am 18. Oktober veranstalten die Ciudadanos Euro­peos einmal mehr ihre Solidaritäts­wander­ung zu­gunsten behinderter Mit­bürger. Die Strecke führt vom Rat­haus Calvià zur Finca Galatzó. Wei­tere Infor­mationen unter Telefon 971 13 91 08.

Echte Enten geworfen

Und sie flogen doch: Beim traditionellen Dorf­fest in Can Picafort ist es auch in diesem Jahr einigen Vermummten gelungen, von zwei kleinen Gum­mibooten aus mehrere lebende Enten auf das Meer zu “werfen”. Bis 2006 war es auf dem Dorffest Tradition, auf dem Meer freigelassene Enten schwimmend einzufangen und an Land zu bringen. Seit 2006 dürfen per Gesetz statt echter Tiere nur noch Gummi­enten “ge­jagt” werden. Trotzdem ge­lingt es den Verfech­tern der alten Tradition jedes Jahr wieder, auch eine begrenzte Anzahl echter Tiere auszusetzen. Im Dorf werden die Täter inzwischen als Helden gefeiert. Selbst auf dem offiziellen Plakat wurden maskierte Enten­werfer abgebildet. Die Balearenregierung hat für nächstes Jahr eine stärkere Polizeiprä­senz angekündigt, um das Werfen zu verhindern.

400 Köpfe katapultiert...

150 Schiffe, 1.500 Ritter und 15.000 Fußsoldaten: Die Armada zur Befreiung Mallorcas von den Mauren war gewaltig. Nicht nur Adel und Klerus, sondern vor allem Händler und Gewerbetreibende hatten Schiffe und Kämpfer zur Verfügung gestellt. Unter der Herr­schaft der Araber hatte sich Mal­lorca zu einem Stützpunkt für arabische Piraten entwickelt. Die Freibeuter überfielen spanische Han­dels­schiffe und behinderten den gesamten Warenver­kehr im Mittelmeer. Sogar Dörfer und Städte auf dem spanischen Festland haben sie von Mallorca aus angegriffen.

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Protest gegen Obdachlose

Der Streit um das neue Obdachlosenheim in Es Molinar geht weiter: Rund 150 Anwohner des beliebten, am Meer gelegenen Stadt­viertels störten Ende Au­gust ein Straßenfest, um gegen den Bau des Heimes zu protestieren. Die in ei­nem Nachbar­schafts­ver­ein organisierten De­mons­tranten fürchten als Folge der neuen sozialen Einrichtung vor allem höhere Krimi­nalität und sinkende Im­mo­bilien­prei­se. Befürworter des Hei­mes kritisieren die De­mon­stranten wegen ihrer teilweise rechtsradikalen Haltung gegen­über den Obdach­losen.

Mehr Haustiere ausgesetzt

Mallorcas Tier­schutz­ver­ein verzeichnet in diesem Jahr besonders viele ausgesetzte Haustiere. Bis zum Ende des Jahres rechnen die Verant­wort­lichen mit bis zu 7.000 Tieren, die in die Tier­heimen gebracht oder einfach in der Natur ausgesetzt werden. Viele der Tiere sind ihrem Alter zufolge Weih­nachts­ge­schen­ke gewesen, die nun doch keiner haben will. Immer öfter werden aber auch Hunde ausgesetzt, weil die Rasse nicht mehr “in Mode” ist.

Keine Dusche in Ses Salines

Keine Dusche zur Stoss­zeit: Die Einwohner von Ses Salines leiden seit vier Jahren jeden Hoch­som­mer unter mangelndem Wasserdruck in ihrem Leitungssystem. Ins­be­son­dere während der Morgen- und Abend­stunden ist es kaum möglich zu duschen. Entnervt wollen die Bürger nun eine Unterschriften­kam­pag­ne im Rathaus und bei dem zuständigen Ge­mein­de­verband vorlegen.

Der Bulle auf Malle

Ruth Drexel steht als Mama Berghammer wie­der vor der Kamera. Die Dreharbeiten der 69. Epi­sode “Abenteuer Mallorca” der Serie “Der Bulle von Tölz” mit Ottfried Fischer, Katha­rina Abt und Ruth Drexel haben begonnen. Gedreht wird auf Mallorca und in Bad Tölz.

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55 Tage bis zur Operation

Die Zustände sind katas­trophal: Exakt 11.078 Patienten des staatlichen Gesundheitssystems befinden sich zur Zeit auf der Warteliste für ein­en operativen Eingriff. Das sind 1.195 Personen mehr als zur gleichen Zeit im Vor­jahr. Durchschnittlich 55,7 Tage müssen sich die Pa­tienten laut Angaben des Gesund­heits­ministeriums momentan bis zu ihrer Operation gedulden. 78,5 Prozent der Personen auf der Wart­eliste sehen einer Wartezeit von bis zu 90 Ta­gen entgegen. Weitere 18,7 Prozent werden voraussichtlich erst in 91 bis 150 Tagen einen OP-Termin erhalten, 2,8 Prozent warten sogar zwischen 151 und 180 Tagen.

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Nachtschwämer trinken weniger

Der Umsatzrückgang ist beträchtlich: 20 Prozent weniger haben Mallorcas Bars und Restaurants in diesem Sommer bisher eingenommen. Schuld an der Misere ist laut An­gaben des Gastronomie­verbands der Balearen unter anderem die Po­lizei: Aufgrund der stetig steigenden Zahl an Al­koholkontrollen trinken die Gäste in Bars und Discotheken nicht mehr soviel oder bleiben gleich zuhause. Aber auch in den Restaurants ist der Umsatz gefallen. “Die Gäs­te kommen zwar noch, geben aber nur die Hälfte aus,” so Präsident Juan Cabrera. Insbeson­dere bei Familien machten sich die steigenden Hypothekenzinsen be­merkbar. In den Bade­orten stören vor allem die All-Inclusive-Angebote das Geschäft der Bars.

Knast: Wärter als Dealer

Unter Pal­mas Gefängnis­wär­­tern gab es gleich zwei organisierte Banden: Beide Gruppen versorgten Häftlinge jahrelang mit Drogen. Ver­haftet wur­­den die Dealer, nachdem die Frau des Ge­fängnis­direktors ein Tier­herz im Briefkasten fand. Durch das Packpapier konnten die Fahnder die Spur zurückverfolgen.

Quallenbänke gesichtet

Sowohl im Norden Me­nor­cas als auch im Ka­nal zwischen Ibiza und Mal­lorca haben Beo­bach­ter des Umweltminis­ter­iums riesige Quallen­bän­ke entdeckt. Schon an der Oberfläche zählten die Wissenschaftler durch­schnittlich fünf Me­dusen pro Qua­drat­meter. Die Experten gehen deshalb davon aus, dass in tieferen Lagen eine Dichte von bis zu 50 Quallen pro Kubik­meter zu finden ist. Ob­wohl die Schwär­me ge­ortet wurden, können die Fischer sie noch nicht einfangen. In zu weiter Entfernung von der Küste schwimmt die Mehrzahl der Tiere noch zu tief, um ihnen mit Netzen habhaft werden zu können.

Mit dem König am Strand…

Der Präsident von Vene­zuela Hugo Chavez traf am 25. Juli überraschend auf Mallorca mit König Juan Carlos zusammen. Es war das erste Treffen der beiden Staatsober­häupter nach dem inzwischen berühmten Wut­ausbruch des Königs. Juan Carlos hatte im November auf dem Ibero­amerik­ani­sch­en Gipfel in Chile mit dem Ausspruch “Por qué no te callas?" (“Warum hältst du nicht den Mund?") zum Schwei­gen ge­bracht. Als Ant­wort begrüsste der Vene­zuela­ner den König jetzt auf Mallorca mit den Worten “Por qué no vamos a la playa?” (“Wa­rum gehen wir nicht an den Strand?”). Chavez verglich Mallorca bei seinem Besuch wegen der hochsommerlichen Tem­pe­raturen mit der Kari­bik: “Ich fühle mich als wäre ich auf Kuba oder Jamaica”, so der Präsi­dent.

Kathedrale wird entsalzt

Die Kathedrale La Seu wird renoviert. Neben der Unkrautbeseitigung und dem Ersetzen be­schä­digter Mares-Stein­ele­men­te wollen die Restau­rateure auch die Salz­krus­te von der Fassade entfernen. Ins­gesamt soll die Reno­vier­ung des Wahr­zeichens knapp zwei Millionen Euro kosten. Die Regier­ung übernimmt vorraussichtlich die Hälfte der Kosten.


"Bilder im Kopf"

Der Autor Andreas Schlüter hat gemeinsam mit Mario Giordano sein neues Kinderbuch “Pangea – der achte Tag” veröffentlicht. Wir trafen den Wahlmallor­quiner in seinem Haus in Porreres.

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Robbe und Wal entdeckt

Gleich zwei sensationelle Tierfunde deuten darauf hin, dass sich das Mittel­meer langsam erholt: Ein Hobby-Taucher konnte im Juni an Mallorcas Westküste Fotos der als ausgestorbenen geltenden Mönchs­robbe ma­chen. Der Mann traf in einer Höhle überraschend auf das drei Me­ter lange Tier. Das letzte Exemplar dieser Mittel­meerbewohner war auf den Balearen vor 50 Jahren von der Guardia Civil erschossen worden.

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How to spend it...?

Sie überlegen, einen Teil Ihrer Zeit oder Ihres Gel­des in Not geratenen Menschen, dem Tierschutz oder der Umwelt zu widmen? Im Zuge von Spen­den­skan­dalen ist es nicht immer leicht, sich für ein Hilfs­werk zu entscheiden. Daher bieten wir Ihnen an dieser Stelle einen (unvollständiger) Überblick über seriöse Organi­sa­tionen auf Mallor­ca.

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Nadal kritisiert Regierung

Mallorcas Tennisstar Ra­fa­el Nadal hat seine Zu­sammenarbeit mit der Ba­learenregierung aufgekündigt. Der Vertrag, der noch unter der Vor­gän­ger­regierung abgeschlossen worden war, sah eine Co-Finanzierung des Profi-Tenniszentrums von Nadal in Manacor vor, im Gegenzug machte Nadal umsonst Werbung für die Inseln, so auch auf der Tourismusmesse in Lon­don. Doch die Re­gier­ung unter Präsi­dent Fran­cesc Antich hat die Gelder für das Tennis­­zen­trum jetzt überraschend gestrichen, die Familie Nadal darauf hin jegliche Zusam­men­ar­beit mit der Regierung aufgekündigt.

Blitzschlag tötet 30 Schafe

Der Bauer traute seinen Augen kaum: Nach den schweren Juni-Unwet­tern fand er dreißig seiner Schafe tot auf einer Wie­se bei Porreres auf. Die Tiere hatten vermutlich unter einem Baum Zu­flucht gesucht, der dann vom Blitz getroffen worden war. Anzeichen von Verbren­nungen wiesen die Tiere jedoch nicht aus. Das balearische Land­­wirt­schafts­­minis­ter­ium untersucht den Vorfall.

Durstige Diebe gefasst

Die Guardia Civil hat in Port de Pollenca zwei Männer festgenommen, die in einer Bar 53 Fässer Bier gestohlen haben. Unter Verdacht gerieten die beiden Männer mit langem Vorstrafenre­gis­ter, weil sie in Magaluf schon einmal festgenommen worden waren – wegen des gleichen De­liktes.



Leben im Keller

Von den Menschen, die auf der Strasse vorbeigehen, sieht Juanita nur die Füße. Die kleinen Fens­ter des feuchten Kellers in Palmas Altstadt sind auf Höhe der Strasse. Was sich dahinter verbirgt, bleibt den vorbeischlendernden Urlaubern verborgen: Auf dreißig Qua­drat­metern le­ben hier neun Personen, zusam­men­ge­pfercht in drei dunklen Räumen. Und das ist kein Einzelfall.

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Mallorca zu verkaufen

Vicenç Grande, Eigen­tümer des Fußballclubs Real Mallorca, hat sich verspekuliert. Durch die Krise im Bausektor kann er seinen zahlreichen Verpflichtungen bei den Banken der Insel nicht mehr nachkommen und braucht dringend Geld. Das will er jetzt durch den Verkauf des Fußball­vereins beschaffen. Ge­rüch­ten zufolge soll der Club für 40 bis 50 Millionen den Besitzer wechseln.

Illegales Casino in El Arenal

Die Polizei hat Mitte Mai in El Arenal zwei illegale Spielkasinos entdeckt. Die von einem deutschen Staatsbürger betriebenen Lokale hatten zwar vom Roulettetisch bis zu Spiel­automaten alles, was das Spielerherz begehrt – nur die notwendigen Li­zen­zen nicht. Die Poli­zei ließ die Kasinos schließen.

Zu wenig Sand in Cala Agulla

Der größte Strand des be­liebten Badeortes Cala Ratjada hat diesen Winter so viel Sand verloren, dass zahlreiche Felsen hervorgetreten sind. Jetzt sind die Ho­teliers sauer, weil die Regierung trotz ge­gen­teiliger Verspre­chen den Sand nicht vor Saison­beginn vom Grund zurück an Land gepumpt hat.

Mein Freund der Richter

Es geht doch nichts über die richtigen Freunde. Bis Mitte April war die Inselrätin Dolca Mulet, noch Angeklagte in mehren Fällen von Verun­treuung öffentlicher Gel­der. Aus gutem Grund: Die Anhän­gerin der Union Mallor­quina (UM) hatte in ihrer Zeit als Kultur­beauftragte des Inselrates zahlreiche Gruppenreisen mit Steuer­geldern bezahlt. Diese Rei­sen waren als kulturelle Bildungs­aus­flüge getarnt, endeten aber regelmässig in einen Ver­gnü­gungspark in Kata­lonien. Be­son­ders dreist: Viele der angeblichen Reise-Teil­neh­mer waren zum Zeit­punkt des Aus­fluges schon seit mehreren Jahr­en verstorben.

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Calvià feiert den Europatag

Zahlreiche Bands und Musiker aus Mallorca und verschiedenen europäischen Ländern werden auch dieses Jahr wieder für eine ganz besondere Stimmung sorgen: Am 11. Mai veranstaltet die Tou­rismusrätin der Gemeinde Calvià Kate Mentink schon das vierte Jahr in Folge den Europatag am Paseo Maritimo von Palmanova. Auf dem palmen­gesäu­m­ten Strandboulevard er­war­ten die Besucher aus­serdem über 70 Stände mit kulinarischen Genüs­sen aus ganz Eu­ropa, Schmuck und Kunst­handwerk. Für die kleinen Gäste gibt es neben einer Hüpfburg auch einen Malwettbewerb und zahlreiche Spiele.

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Professor klaut 700.000 Euro

Damia Vidal, ehemaliger Direktor der Informatik-Abteilung der Balearen­regierung, ist wegen Ver­untreuung von Steuer­gel­dern festgenommen worden. Der Universitäts­pro­fessor hatte nicht nur Rechnungen gefälscht, sondern auch mit der Kredit­karte der Abteilung Mö­bel, Kleidung und ein Auto für den Privat­ge­brauch im Gesamtwert von über 80.000 Euro bezahlt.

Tango-Festival: Tickets gewinnen!

Auf Mallorcas Tango-Festival spielen dieses Jahr das argentinische Quintett Don Baires mit dem Bando­neonisten Nico­lás Biebel sowie Gustavo Rosas und Gisela Natoli. Die Konzerttermine: 3. Mai um 21 Uhr im Ibero­star Hotel Albufera Playa in Playa de Muro (mit Tanz ab 22.30 Uhr), 4. Mai um 20 Uhr im Teatro Santanyí, (C/. Obispo Ver­ger, Santanyí) und 9. Mai um 21 Uhr im Casal de Cultura de Peguera, C/. Prins 17, Paguera. EL AVISO verlost unter allen Tangoliebhabern auf Mallorca zwei mal zwei Eintrittskarten für das Konzert am 9. Mai in Peguera. Am Gewinnspiel teilnehmen kann man ausschließlich per E-Mail an elaviso aaat media-more punkt com (Bitte vollständige Adresse und Telefon­num­mer an­ge­ben.) Ein­sende­schluß ist der 6. Mai, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Kar­ten gibt es ab sofort im Vorverkauf unter 647 527 553 oder an der Abend­kasse. Weitere In­forma­tionen über Tango-Ver­anstaltungen auf Mal­lorca sind im Internet unter www.tango-mallorca.net erhältlich. Wir wünschen Ihnen viel Glück!

Haschisch am Strand

Da staunten die Bade­gäste nicht schlecht: En­de April wurde am Stadt­strand von Palma ein blau­es Paket ange­schwem­mt. Nach kurzer Unter­su­chung alar­mier­ten die Finder die Polizei, die das 30 Kilo schwere, wasserdicht verpackte Ha­schisch beschlagnahmte.

Golfplatz oder Orchidee?

Eigentlich geht es um eine kleine, zarte Pflanze – doch die hat solches Gewicht, dass sogar langjährige Gemeinderats­ko­alitio­nen daran zerbrechen. Die Rede ist vom Großen Sumpfknaben­kraut, einer Orchideenart, die laut Angaben des Umwelt­schutz­­verbandes GOB in ganz Europa nur noch in Son Bosc, einem feuchten Rand­gebiet des Natur­schutz­par­kes Albu­feira, vorkommt. Das Problem: Ausgerechnet dort soll nun ein Golfplatz errichtet werden.

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Kranke Urlauber kosten Geld

Im vergangenen Jahr wurden 6.647 deutsche Tour­isten in den Kranken­häu­sern und Notfallzentren der Inseln behandelt. Die Kosten für die Behand­lung der deutschen Besu­cher lagen bei mehr als 2,7 Millionen Euro. Die Briten stellten zwar mit 7.905 Kranken die höchste Zahl an Patienten, generierten aber mit 2,5 Millionen Euro weniger Gesamtkos­ten. Ins­gesamt kostete die medizinische Versorgung ausländischer Urlauber im vergangenen Jahr knapp acht Millionen Euro.

Strom vom Festland

In zwei Jahren soll Mal­lorca über ein Unter­was­ser­kabel Strom vom Fest­land erhalten. Laut aktu­eller Planung wird das Kabel am Strand von Santa Ponsa aus dem Wasser an Land geführt. Die Gemeinde Calvià fordert deshalb nun finanzielle Aus­gleich­­zahl­un­gen der anderen Gemein­den Mal­lorcas, falls die Installationen den Strand verkleinern. Auch unter Umweltschutzorganisa­tionen wie dem GOB regt sich Widerstand gegen die Verkabelung.

Palmas Altstadt immer beliebter

Die Preise steigen weiter: Im Durchschnitt 4.400 Euro kostet der Quad­ratmeter Wohn­flä­che in­zwi­schen am Paseo Ma­rítimo und in renovierten Wohn­ungen der Altstadt von Palma. Damit gehören die beiden Gegenden zu den teuersten ganz Spaniens. Am anderen Ende der Preisskala liegt das Viertel Son Gotleu außerhalb der Via Cin­tura: Dort ist der Qua­dratmeter schon für 1.900 Euro zu haben.

Banküberfall in Son Servera

Bei einem Banküberfall Ende März konnte ein mit einem Messer bewaffneter Täter 9.000 Euro in der Sa Nostra-Filiale von Son Servera erbeuten. Dabei wurde er von den Überwachungskameras der Bank gefilmt, was der Polizei die Identifizierung des Täters deutlich er­leichterte. Der Mann war laut Zeugenaussagen erst im Januar aus dem Ge­fängnis entlassen worden – er hatte eine Haftstrafe wegen bewaffneten Bank­überfalls abgesessen…



Spekulation: Vergoldete Äcker

Klevere Bauunternhemer haben rund um Palma riesige Flächen Ackerland gekauft. Sie warten auf die nächste Bodenreform und hoffen auf riesige Gewinne.

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Oralsex mit Häftling

Eine Angestellte des Gefängnisses von Palma hat einen ihrer Kollegen dabei ertappt, wie er einen Häftling oral befriedigte. Der ungewöhnliche Vorfall kommt nun vor Gericht. Dem geständigen Beamten droht eine Höchststrafe von 15 Jahren Haft wegen sexueller Aggression.

Geldautomaten manipuliert

Auf Mallorca mehren sich erneut Betrugsdelikte an Geldautomaten. Die Täter verändern die Kartenleser der Automaten so, dass die Geldkarte der Opfer zunächst einbehalten wird. Dann tritt einer der Betrüger selbst als vermeintlicher Helfer in der Not auf den Plan und fordert das Opfer auf, erneut die Geheimnummer einzugeben. Die Karte verbleibt weiterhin im Automaten und dem Opfer wird versichert, es könne sie sich am folgenden Tag innerhalb der Öffnungszeiten der Bank abholen. Der Gauner aber verfügt nun über den PIN-Code, kann die Karte später entfernen und das Konto damit leer räumen.

Mehr illegale Mülldeponien

Im Gemeindegebiet von Llucmajor häufen sich Meldungen von illegalen Mülldeponien. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um Bauschutt, den Bauunternehmen auf diese Weise gratis entsorgen, statt auf den legalen Mülldeponien die hohen Entsorgungsgebühren zu bezahlen. Wer bei der illegalen Müllbeseitigung erwischt wird, zahlt bis zu 3.000 Euro Strafe.

Grafitti auf Polizeirevier

Seit Wochen klagen die Einwohner von Arta über die extreme Zunahme von Graffitis, die den Ort verunstalten. Jetzt hat die Polizei eine Gruppe von 20 Jugendlichen, darunter sieben Minderjährige, als Urheber der Kritzeleien überführt. Die dreisten Jugendlichen hatten dummerweise vor einigen Tagen auch das Polizeirevier an der Plaça des Pes verunstaltet und wurden dabei von einer Überwachungskamera gefilmt. Für die Reinigungskosten müssen bei den Minderjährigen nun die Eltern aufkommen.

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